Siegeszug des E-Commerce in den vergangenen zwei Jahrzehnten hat zu großen Umwälzungen bei Zahlungswegen und -abwicklern geführt. Foto: Maxiphoto Quelle: iStock

Digital ist Trumpf

Autor: Thomas Bartling und Timo Lüllau

Die technischen Entwicklungen schreiten in der heutigen Welt stetig voran. Unternehmen aus dem Technologiesektor zählen zu den Gewinnern dieser sich stetig verändernden Prozesse. Genau auf diese Firmen setzt Thomas Bartling, Fondsberater des CONCEPT Aurelia Global ( ISIN DE000A0Q8A07). Im Gespräch mit ChampionsNews erläutert der Portfolioexperte von CONCEPT Vermögensmanagement, warum gerade Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce derzeit als Investment interessant sind.

Thomas Bartling, Fondsberater CONCEPT Vermögensmanagement Quelle: CONCEPT Vermögensmanagement

ChampionsNews: Der Mischfonds CONCEPT Aurelia Global hat einen vermögensverwaltenden Charakter. Was verstehen Sie darunter?

Bartling: Das Fondskonzept bietet uns hohe Freiheitsgrade, in Aktien, Anleihen und Rohstoffen zu investieren oder auch Kassenbestände zu halten. Die Anleger sollen mit unserem Fonds mittel- bis langfristig eine positive, von der allgemeinen Marktentwicklung möglichst unabhängige Rendite erzielen, ohne dabei selber Allokationsentscheidungen treffen zu müssen. Der Aurelia „atmet“, das heißt, in der taktischen Umsetzung variiert die Aktienquote zwischen 25 und 100 Prozent. Um Verlustrisiken und zu große Schwankungen zu vermeiden, dürfen Aktienpositionen temporär auch abgesichert werden.

ChampionsNews: Welches Alleinstellungsmerkmal besitzt der Fonds?

Bartling: In Deutschland werden schätzungsweise mehr als 7.000 aktiv gemanagte Fonds gehandelt. In der Gruppe der flexiblen und dynamischen globalen Mischfonds bieten wir dem Anleger sicherlich Besonderheiten, die so nicht selbstverständlich sind. Um Rendite zu erzielen, suchen wir wachstumsstarke Aktien. Diese finden wir in den USA gelegentlich auch schon mal in der zweiten oder dritten Reihe. Um das Portfolio zu stabilisieren und vor allzu großen Schwankungen zu schützen, investieren wir auch in Edelmetall-ETFs und nutzen die besonderen Eigenschaften von Gold und Silber. Die Kombination ergibt einen vermögensverwaltenden Fonds, der weitestgehend unkorreliert zu den europäischen Aktien- und Anleihemärkten ist.

ChampionsNews: Sie investieren im Kern in Aktien und sachwerteorientierte Anlageinstrumente, konzentrieren sich aber gegenwärtig im Rahmen der Titelselektion auf bestimmte Branchen und/oder Sektoren. Welche sind das genau und weshalb gehen Sie derzeit so vor?

Wir möchten die Gewinner des digitalen Zeitalters identifizieren.

Thomas Bartling

Bartling: Der Fokus liegt auf Aktien, die deutlich überdurchschnittliches Umsatzwachstum aufweisen. Diese Unternehmen finden wir im Technologiesektor oder bei großen Konsumtrends. Es sind die Gewinner des digitalen Zeitalters, die wir identifizieren möchten. So hat beispielsweise der Siegeszug des E-Commerce in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu großen Umwälzungen bei Zahlungswegen und -abwicklern geführt. Unsere Portfolioschwergewichte Wirecard und Paypal profitieren davon in hohem Maße und steigern ihre Umsätze, Marktanteile und Erträge kontinuierlich. Unternehmen müssen heute mehr denn je ihre betrieblichen Prozesse auf den Prüfstand stellen und in neue offene Architekturen überführen. Unternehmen wie SAP oder Salesforce liefern dafür eine neue Generation von Unternehmenssoftware.

ChampionsNews: Warum lehnen Sie sich nicht an eine Benchmark an?

Bartling: Der Benchmark-Vergleich entspricht dem klassischen Denken. Ein Fonds, der in deutsche Aktien investiert, vergleicht sich mit dem DAX. Der CONCEPT Aurelia Global ist ein flexibler, vermögensverwaltender Fonds mit großen Freiheitsgraden, der in unterschiedlichen Marktphasen Rendite für den Anleger erzielen möchte. Andere Mitbewerber wollen das auch, und so schauen wir wesentlich darauf, wie uns das im Vergleich zu unserer Peergroup gelingt. Am Ende zählt doch für den Anleger, ob er bei reduzierten Schwankungen eine spürbare Rendite erzielt. Die wenigsten Anleger investieren gemäß abstrakten Benchmarks.

ChampionsNews: Gold wird mehrheitlich als eine sichere Geldanlage angesehen. Welche Sicherheitsaspekte und Hintergründe sehen Sie hier genau?

Bartling: Gold dient seit Jahrtausenden den Menschen als wertbewahrender Anker in stürmischen Zeiten. Es hat jede Währung überlebt und steht mit seinen besonderen Eigenschaften sozusagen allen Menschen jeder Generation überall auf der Welt zum gleichen Preis zur Verfügung. Bundesbankchef Jens Weidmann hält circa 70 Prozent der deutschen Währungsreserven in Gold, weil er Wertstabilität sucht und den Kaufkraftverlust der Währungen fürchtet. In fallenden Aktienmärkten wie 2008 oder auch im Sommer 2011 war Gold stark nachgefragt. Die taktische Allokation unserer Goldquote bleibt eine Herausforderung, wobei meines Erachtens die Chancen derzeit überwiegen.

 

Autor: Thomas Bartling und Timo Lüllau
Erscheinungsdatum: 24.09.2018