Mit ihrer Anlagestrategie gelingt es den Finnen, bei geringerer Volatilität eine höhere Rendite als die Benchmark zu erzielen. Foto: Mittoo Quelle: iStock

Emerging Markets könnten eine Alternative sein

Autor: Martin Klein, Heidelberger Vermögen

Der Aufschwung in den entwickelten Märkten dauert nun schon knapp zehn Jahre an. Die Anleger werden bei den sich eintrübenden Wachstumsaussichten zunehmend unruhiger und schauen sich nach Alternativen um. Diese könnten die Emerging Markets sein. Nicht nur das jeweilige Wirtschaftswachstum kann um einiges attraktiver sein als in den Industrienationen, auch die entsprechenden Währungen bieten interessante Aussichten.

Martin Klein ist Geschäftsführer Asset Management bei der Heidelberger Vermögen. Der gelernte Bankkaufmann ist seit 1994 als Aktien- / Derivatehändler und im Asset Management tätig. Klein verfügt über die Xetra- und Eurex-Händlerzulassungen. Frühere berufliche Stationen absolvierte er bei verschiedenen deutschen und Schweizer Privatbanken. Quelle: Heidelberger Vermögen

Fondsanalyse des UI - Aktia EM Local Currency Bond+
von Martin Klein

Wer von dieser Wachstumsdynamik profitieren möchte, sollte über ein Engagement in EM-Staatsanleihen nachdenken. Ein sehr interessanter Kandidat unter den Fondslösungen ist der UI - Aktia EM Local Currency Bond+. Ursprünglich nur für den finnischen Heimatmarkt konzipiert, hat der stetige Erfolg zu einer Kooperation mit Universal-Investment aus Frankfurt geführt. Seit März können auch deutsche Anleger von der Expertise der Finnen profitieren.

Das Konzept

Verantwortlich für die Umsetzung ist Jetro Siekkinen, Head of Portfolio Management und insbesondere verantwortlich für den Bereich Fixed Income bei der Aktia Asset Management. Er leitet ein Team aus Portfoliomanagern, Analysten und Volkswirten, die mit der Umsetzung der Strategie betraut sind. Seit der Auflage im Oktober 2008 sind sie abwechselnd über 200 Tage im Jahr unterwegs, um sich ein Bild vor Ort zu machen, Entwicklungen zu beobachten und mit den jeweiligen Verantwortlichen zu sprechen. Des Weiteren pflegt man den Kontakt zu supranationalen Instituten, z. B. zur Weltbank. Das ist insofern von Bedeutung, da hier oftmals interessante Emissionen von Anfang an begleitet werden können. Investiert wird nur in Staatsanleihen der Schwellenländer bzw. in Anleihen von supranationalen Instituten mit einem „AAA“-Rating. Der Ansatz ist strikt makroökonomisch und fundamental getrieben mit einem langfristigen Horizont. Jetro Siekkinen steht ein breit gefächertes Anlageuniversum zur Verfügung, welches durch eine entsprechende Diversifikation auch vollumfänglich genutzt wird. Die Auswahlkriterien sind streng und berücksichtigen den ESG-Ansatz. Für jedes Investment wird die ökonomische, politische und soziale Situation in dem entsprechenden Land analysiert und bewertet. Hierbei wird unterschieden zwischen investierbaren, nicht investierbaren sowie solchen Märkten, die es zu beobachten gilt. Ein Sonderfall sind diejenigen Länder, die im Grundsatz investierbar sind, wo man aber aus verschiedenen Gründen die Regierung nicht finanzieren will. Hier wird mit FX-Derivaten und T-Bills gearbeitet. Vom Grundsatz her werden ca. 50% direkt in EM-Staatsanleihen investiert, bis 30% in FX-Derivaten/TBills und bis 20% in die Emissionen der „AAA“-supranationalen Institute.

Fazit

Der Fonds UI - Aktia EM Local Currency Bond+ schafft es durch seinen quantitativen, makroökonomischen Ansatz, ergänzt durch die Besuche und den Kontakt vor Ort, eine ausgewogene Mischung aus Währungs- und Anleiheengagements zu kreieren. Durch diese Anlagestrategie gelingt es den Finnen, bei geringerer Volatilität eine höhere Rendite als die Benchmark zu erzielen (bezogen auf den finnischen Ursprungsfonds im Drei- und Fünfjahresvergleich), was auch das erklärte und selbstgesetzte Ziel des Teams ist. 

Autor: Martin Klein, Heidelberger Vermögen
Erscheinungsdatum: 30.08.2018