Fehleinschätzung von Risiken innerhalb des Anlagehorizonts
Unzufriedenheit bei den Anlegern – hervorgerufen durch die Fehleinschätzung von Risiken. Foto: 35007 Quelle: iStock

Fehleinschätzung von Risiken innerhalb des Anlagehorizonts

Autor: Jens Kummer, MARS Asset Management

Wer in Aktien investiert, macht langfristig einen guten Schnitt. Anleger müssen aber hierbei viele Höhen und Tiefen ertragen.

Jens Kummer, Managing Partner, MARS Asset Management Quelle: MARS Asset Management

In den letzten Jahren waren die Kursverluste innerhalb eines Jahres oftmals zweistellig. Dennoch konnte am Ende zumeist eine positive Jahresperformance erzielt werden.

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Quelle: MARS Asset Management

Anleger halten diese Verluste oft nicht aus. Viele Experten empfehlen deshalb einen langen Anlagehorizont zu wählen und begründen dies damit, dass das Risiko mit dem Anlagehorizont sinkt.

Diese Aussage ist richtig, solange die Schwankungen (Volatilität) der Durchschnittsrenditen oder die Verlustwahrscheinlichkeit als Maßzahl für das Risiko verwendet wird. In der Praxis gibt es jedoch selten Anleger, die ihre Investitionsentscheidung auf das Ende eines fixen Anlagehorizonts präzise ausrichten, den Kursverlauf kaum beobachten und stoisch jede Krise durchhalten. Gewöhnlich haben Anleger einen unbestimmten Anlagehorizont, der mit Überschreiten der persönlichen Verlusttoleranz jedoch in Frage gestellt wird. Diese Tatsache führt zu einer komplett anderen Betrachtung von Risiko und Zeit. Während die Wahrscheinlichkeit negativer Renditen zum Ende eines Anlagehorizonts unbestreitbar abnimmt, steigt die Wahrscheinlichkeit, während der Laufzeit mindestens einmal eine negative Rendite zu erleiden.

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Quelle: MARS Asset Management

In nachfolgender Grafik ist der Kursverlust von fünf fiktiven Aktien abgebildet. Am Ende des Anlagehorizonts sind alle Aktien über der Verlusttoleranz von minus zehn Prozent. Innerhalb des Anlagehorizonts zeigen die Aktien teilweise deutliche Verluste. Genau in diesen Zeitpunkten entsteht die Unzufriedenheit bei den Anlegern – hervorgerufen durch die Fehleinschätzung von Risiken.

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Quelle: MARS Asset Management

Diese Unzufriedenheit der Anleger führt oft zu manuellen Eingriffen in die ursprünglich langfristig ausgerichtete Portfoliostrategie. Anlageklassen und Fondsmanager werden ausgetauscht sowie das Portfoliorisiko adjustiert. Viele Studien zeigen, dass dieses Einschreiten spürbare Renditenachteile zur Folge hat. Die tatsächlich erzielte Kundenrendite liegt zumeist deutlich hinter der Marktrendite, die ein Anleger ohne Eingriffe erzielt hätte.

Für die längerfristige Vermögensallokation nutzen wir deshalb in der Multi-Asset-Strategie mit Kapitalschutz (MARS) ein praxistaugliches Risikomanagement, das die persönlichen Verlustgrenzen im Portfoliokontext konsequent verfolgt. Dieses Risikomanagement steuert die Wahrscheinlichkeit negativer Renditen vor allem innerhalb des Anlagehorizonts, und nicht nur zu dessen Ende.

Die MARS-Strategie mit zehnprozentigem Risikobudget ist im Publikumsfonds MARS 10 UI implementiert.

 

Autor: Jens Kummer, MARS Asset Management
Erscheinungsdatum: 22.05.2018