Starke Strömung: Die GLS Bank setzt mit ihrem neuen Klimafonds auf das wachsende Umweltbewusstsein der Anleger Foto: Hanna Gottschalk Quelle: iStock

Forscher fürs Klima

Klimafreundliche Unternehmen, Staaten und Green Bonds – das sind die Inhalte des neuen GLS Bank Klimafonds. Um jedoch ins Portfolio des Mischfonds zu gelangen, müssen strenge Auswahlkriterien durchlaufen werden

Karsten Kührlings, Leiter Investmentfonds, Research & Portfoliomanagement Foto: Stephan Münnich Quelle: GLS Bank

Ein gutes Gewissen beim Thema Geldanlage ist immer mehr Menschen wichtig. Viele Anleger wollen auch mit ihrem Investment Einfluss nehmen, um beispielsweise den Klimawandel zu stoppen. Doch was ist der beste Weg? Zu unklar sind bei vielen grünen Fonds die Auswahlkriterien, zu schwammig die Anlagestrategien und -ziele. Diese Gefahr besteht beim GLS Bank Klimafonds nicht. Der im Herbst 2017 aufgelegte defensive Mischfonds hat klare und transparente Auswahlkriterien: Er investiert nur in Unternehmen und Staaten, die ihre CO2-Emissionen stark reduzieren, Produktverantwortung übernehmen oder eine klare Klimastrategie verfolgen.

„Wir wollen mit dem Fonds einen weiteren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandelsleisten“, sagt Karsten Kührlings, verantwortlich für das Fondsgeschäft bei der GLS Bank. Zwar haben sich knapp 200 Staaten im Herbst 2015 mit dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet, ihre CO2-Emissionen zu senken: „Doch die Maßnahmen sind nicht ausreichend. Es sind weitere Investitionen in die effiziente Nutzung der Ressourcen nötig“, so Kührlings. Hier setzt der GLS Bank Klimafonds an: Er investiert im Sinne der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals) der UN, die Anfang 2016 in Kraft traten.

Das Nachhaltigkeitsresearch der GLS Bank ist für die Umsetzung ein wichtiger Schlüssel. Das Anlageuniversum basiert auf sozial-ökologischen Ausschluss- sowie Positivkriterien. Hinzu kommen weitere Kriterien: Besonders beleuchtet werden Klimagasemissionen, Klimastrategie und -ziele, Produktverantwortung und die Maßnahmen der Unternehmen, um Energie einzusparen.

Entdecken die Experten eine mögliche Investition, startet ein fünfstufiger Prozess. Nach einer ersten Vorprüfung, unterstützt durch Rating-Agenturen wie imug oder oekom research, analysiert das Fondsmanagement das Geschäftsfeld und die Unternehmensführung. Alle Aktivitäten, Beteiligungen und Partner werden genauestens unter die Lupe genommen. Anschließend stehen die Geschäftspraktiken im Mittelpunkt, die auf soziale und ökologische Standards und deren Einhaltung überprüft werden.

Die erstellten Nachhaltigkeitsprofile und -listen werden dann im hochrangig besetzten Anlageausschuss diskutiert. Ist diese letzte Hürde genommen, unterliegen alle Titel einem kontinuierlichen Monitoring. Tauchen darin kritische Punkte auf, wird das Unternehmen dem GLS Anlageausschuss wieder vorgelegt. Das bedeutet: Teil der täglichen Arbeit im GLS Research ist die sorgfältige Abwägung zahlreicher Informationen. Kührlings: „Uns sind die Einzelfallentscheidungen besonders wichtig, in der Nachhaltigkeitsbewertung gibt es aus unserer Sicht kein reines Schwarz und Weiß, sondern viele Facetten.“

Die Grundallokation des Fonds sieht eine Aufteilung von 70 Prozent Anleihen, darunter auch Green Bonds, sowie 30 Prozent Aktien vor. Derzeit haben Anleihen ein Gewicht von rund 60 Prozent, Aktien 27,3 Prozent, der Rest ist Cash. Das Portfolio ist breit gemixt. Zu den Top-Holdings zählen etwa der portugiesische Energieversorger EDP Renováveis, die beiden japanischen Eisenbahngesellschaften East Japan Railway und West Japan Railway, der deutsche Sanitärtechnikkonzern Geberit sowie Owens Corning, der weltgrößte
Hersteller von Glasfasern.

Die 1974 in Bochum gegründete GLS Bank gehört hierzulande zu den Pionieren beim Thema nachhaltige Geldanlage. Die Genossenschaftsbank mit inzwischen mehr als 200.000 Kunden hat sich auf die Fahne geschrieben, nur sozial-ökologische Unternehmen zu finanzieren und ihre Geschäfte umfassend transparent zu machen. Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld ist dabei das Hauptziel.

Klimafreundliche Unternehmen, Staaten und Green Bonds – GLS Bank Klimafonds:

  • ISIN: DE000A2DTNA1
  • BVI-Kategorie: Mischfonds
  • Auflagedatum: 15. August 2017
  • Fondsvolumen (inkl. aller Anteilklassen): 31,72 Millionen Euro

Stand: 14. Februar 2018

Weitere Informationen zum Fonds finden Sie in unserem Fondsselektor .

Einen großen Stellenwert hat für das Institut deshalb auch das Thema Transparenz – nicht nur, was die Unternehmen betrifft, sondern auch den Fondsanlegern gegenüber. „Zu jedem Geschäftsjahresende veröffentlichen wir für jeden unser drei Fonds einen detaillierten Investitionsbericht“, so Kührlings. Ebenfalls sehr wichtig ist der Bank, dass in unabhängigen Prüfungen bestätigt wurde, dass in den Portfolios keine Kontroversen zu finden sind.

So hat etwa das Informationsportal Fair Finance Guide Deutschland, das die sozialen und ökologischen Richtlinien deutscher Banken untersucht, die GLS Bank besonders positiv für die konsequente und transparente Umsetzung der Anlage- und Finanzierungskriterien hervorgehoben. Darüber hinaus bietet die GLS Bank alle Leistungen eines Kreditinstituts: Dazu gehören neben nachhaltigen Fonds etwa auch Girokonten oder Vorsorgelösungen. Das kommt bei den Kunden gut an. Seit 2010 hat die GLS Bank den Wettbewerb
„Bank des Jahres“, ausgerichtet vom Nachrichtensender n-tv und dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ), jedes Mal gewonnen und das Gesamturteil „sehr gut“ erhalten. 


Erscheinungsdatum: 16.02.2018