Freuten sich über das gelungene Superfonds-Format: Jetro Siekkinen (Aktia Asset Management), Baki Irmak Pyfore Capital), Moderatorin Corinna Wohlfeil und Sergej Crasovschi (Portfolio Advice) (v.l.n.r.) Quelle: Universal-Investment

Rückblick: Fonds professionell Kongress 2019

Eine Bühne, drei spannende Fondsstrategien und die n-tv-Moderatorin Corinna Wohlfeil mitten drin: Das bewährte Format „Mannheim sucht den Superfonds“ von Universal-Investment war wieder ein voller Erfolg auf dem Fonds professionell Kongress 2019.

Die drei Fondspartner von Universal-Investment – mit mehr als vielversprechenden Strategien – haben am Donnerstag, 31. Januar 2019, in spannenden Kurzvorstellungen „on-stage“ bewiesen, warum sie gekonnt den Recall gemeistert und den Einzug ins Finale verdient haben. Auf der Bühne stellten die Fondspartner Jetro Siekkinen, Leiter Emerging Market Debt Group, Aktia Asset Management, Sergej Crasovschi, Geschäftsführer, Portfolio Advice, und Baki Irmak Co-Founder, Pyfore Capital, ihre Fondskonzepte vor. Die Vorträge von "Mannheim sucht den Superfonds" können Sie sich auch in voller Länge anschauen.

Jetro Siekkinen, Leiter Emerging Market Debt Group, Aktia Asset Management Quelle: Universal-Investment

Viele Gründe sprechen für Frontier Markets im Vergleich zu den traditionellen Schwellenländern.

Jetro Siekkinen

Emerging Markets – Traditional versus Frontier

Wenn es nur einen Rat gegeben hätte, den Jetro Siekkinen seinen Zuhörern mit auf den Weg geben durfte, dann wäre es der: „Don’t jump out of the train!“ Auch wenn 2018 ein forderndes Jahr gewesen sei, sollte kein Investor vom ertragreichen Zug der Investments in die weniger entwickelten Schwellenländer, den sogenannten Frontier Markets, abspringen.

Siekkinen, Leiter Emerging Market Debt bei der finnischen Investmentboutique Aktia Asset Management , zählte genügend Gründe auf, die im Vergleich von traditionellen Emerging mit den Frontier Markets für Letztere sprechen. „Im Gepäck“ hatte er den UI-Aktia EM Frontier Bond+ (ISIN LU1669793827 ).

„Die Leute werden nervös, wenn ich anfange, über Länder wie Angola, Paraguay und Kirgistan zu erzählen”, so Siekkinen. Zwar hörten sich solche Länder exotisch an, doch die Märkte und Erträge in diesen Nationen seien häufig noch nicht auf dem Radar ausländischer Investoren. Deshalb fließe auch nicht viel ausländisches Geld in diese und aus diesen Märkten und die Volatilität sei erheblich geringer als in traditionellen Emerging Markets. Das Schwellenländeruniversum der Finnen besteht derzeit aus fast 140 Ländern, von denen mehr als 100 als Frontier-Märkte eingestuft werden.

Aktia Asset Management managt Schwellenländeranleihen seit 2006 und ist damit besonders erfolgreich: Nach Aussage von Siekkinen arbeite dasselbe spezialisierte Team bei Aktia seit nunmehr zwölf Jahren zusammen. Zurzeit seien sie die Nummer eins weltweit bei Fonds für lokale Währungen über zehn, sieben, fünf und drei Jahre. Insbesondere im schwierigen Marktumfeld 2018 konnte der UI -Aktia EM Frontier Bond Fund das Jahr positiv abschließen.

Vor etwas mehr als einem Jahr ging Aktia eine Kooperation mit Universal-Investment ein und hat seitdem zwei ihrer erfolgreichen finnischen Strategien für Schwellenländeranleihen im Luxemburger Fondsmantel aufgelegt. Die eine Strategie deckt den Bereich der klassischen Emerging Market Bonds, die andere den der Frontier Market Bonds ab.

Sergej Crasovschi Geschäftsführer, Portfolio Advice Quelle: Universal-Investment

Wir wollen eine Alternative zu Unternehmensanleihen anbieten.

Sergej Crasovschi

Stabile Erträge mit Risikoprämien

„Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“ – mit diesem bekannten Zitat leitete Corinna Wohlfeil zum nächsten Vortrag über. Die Aussage stimme, so Sergej Crasovschi, Gründer und Geschäftsführer der Portfolio Advice , dessen Fondsstrategie nicht auf Prognosen und Markttiming, sondern auf Risikoprämien setzt.

Zunächst fokussierte sich Crasovschi in seinem Vortrag auf die wesentlichen Merkmale des Absolute Return Multi Premium Fonds (ISIN DE000A2AGM18 / DE000A2AGM26 ). Der Absolute-Return-Ansatz strebt über eine empfohlene Mindestanlagedauer von drei Jahren eine jährliche Rendite von vier bis fünf Prozent nach Kosten an, mit Wertschwankungen von unter zehn Prozent. „Wir wollen eine Alternative zu Unternehmensanleihen anbieten“, so Crasovschi. Damit kann der flexible Mischfonds eine interessante Investmentalternative für konservative Investoren sein.

Der Fokus der Strategie liegt auf globalen Multi-Asset-Risikoprämien, die im Wesentlichen aktiv allokiert werden. Direkte Investitionen in Aktien, traditionelle Anleihen, ETFs oder Rohstoffe werden grundsätzlich nicht getätigt. Der erprobte Ansatz, der weitgehend unabhängig von Prognosen oder Markttiming ist, wird bereits seit Juni 2016 erfolgreich im Fonds umgesetzt. Anstatt auf fallende oder steigende Märkte zu spekulieren, werden asymmetrische Risikoprofile über Derivate aufgebaut, die einen positiven Ertrag, möglichst unabhängig von der Marktentwicklung, liefern sollen, erklärte Crasovschi weiter. So wurde zum Beispiel in europäische Dividenden investiert, dies mit einer Prämie von zehn Prozent pro Jahr und komplett ohne Aktienkursrisiko bei Fälligkeit. Aktuell ist der Fonds in globalen Risikoprämien aus drei Asset Klassen investiert (Aktien, Rohstoffe ohne Nahrungsmittel und Tiere, Währungen), wobei die Investitionsquoten flexibel zwischen null und 100 Prozent angepasst werden können. Zur Risikominimierung, die eine klare Präferenz vor der Ertragsmaximierung hat, können auch bis zu 100 Prozent des Fondsvermögens in Cash angelegt werden.

Seit Auflage des Fonds, vor fast drei Jahren, konnte mit dieser Strategie, trotz der Marktturbulenzen, ein attraktiver positiver Ertrag erzielt werden, wobei das genannte Risikobudget zu jeder Zeit eingehalten worden ist. Aufgrund der Andersartigkeit des Investmentansatzes sowie der eingesetzten Instrumente, kann der Absolute Return Multi Premium Fonds zu einer besseren Diversifikation in ausgewogenen Portfolien beitragen.

Baki Irmak Co-Founder, Pyfore Capital Quelle: Universal-Investment

Wir haben den Anspruch, in die Gewinner der Digitalisierung zu investieren.

Baki Irmak

Wertzuwachs durch Digitalisierung

Was passiert innerhalb von nur fünf Minuten? 22 Millionen Suchanfragen starten User über die Suchmaschine Google, Uber befördert 50.000 Gäste. Mit diesen anschaulichen Beispielen zeigte Baki Irmak, Co-Founder Pyfore Capital, in seinem Vortrag, dass die Welt in Echtzeit neu verteilt wird. Grund: Digitalisierung. „Unternehmen mussten sich zwar schon immer anpassen. Doch die Geschwindigkeit im digitalen Zeitalter können die wenigsten mitgehen“, so Irmak.

Irmak und sein Partner, Stefan Waldhauser, sehen im digitalen Wandel die umfangreichste Veränderung und die größte Investmentchance unserer Zeit. Daher haben sie den Digital Leaders Fund (ISIN DE000A2H7N24 ) gegründet. Irmak: „In dieser neuen Welt gibt es Unternehmen mit großer Vergangenheit und solche mit Zukunft. Wir haben den Anspruch, in die Gewinner der Digitalisierung zu investieren, die wir in drei Kategorien einteilen: Digital Transformation Leader, Digital Business Leader, Digital Enabler.“

Zu der ersten Kategorie zählen die Fondsmanager Unternehmen aus der alten Welt, die sehr erfolgreich das Geschäftsmodell an die neue Zeit angepasst haben, einen hohen Reifegrad in der Digitalisierung erreicht haben und sich von der Konkurrenz absetzen. Hierzu zählen sie Unternehmen wie zum Beispiel die BBVA, die DBS Group oder Disney.

Zweite Kategorie: Hierzu gehören Unternehmen der Plattformökonomie, die nach Ansicht der Fondsmanager weiterhin attraktiv bewertet sind, wie beispielsweise Facebook, Paypal und Alphabet. „Und diese Unternehmen können Geschwindigkeit. Amazons Release-Zyklen dauern wenige Sekunden. Das Unternehmen wird sekündlich besser, kommerzieller. Wenn Googles CEO sagt, dass künstliche Intelligenz für die Menschheit relevanter ist als Elektrizität, dann meint er damit, dass es etwa 100 Jahre gedauert hat, bis die Segnungen der Elektrizität die Mehrzahl der Menschen erreicht haben. Die Kabel mussten erst mal verlegt werden. Die Cloud ist aber schon da. Die physikalischen Gesetze gelten nur bedingt in einer virtuellen Welt mit den Netzwerkeffekten von heute“, so Irmak.

Unter "Digital Enabler" versteht Irmak Unternehmen, die die kritischen Technologien für die Digitalisierung anbieten, ob es nun um Marketing-Automatisierung geht oder Kommunikation in der Cloud, um KI oder um Payment. Irmak: „Diese Unternehmen sind die Architekten der digitalen Welt.“ Er sieht in der Digitalisierung auch die Zeit der Hyperspezialisierung. „Viele unserer Softwareunternehmen mit Subskriptionslösungen haben den Anspruch, eine Nische zu beherrschen und den Kunden fest an sich zu binden. Wir investieren in Unternehmen, denen es gelingt, die Kunden in eine monogame Beziehung mit wiederkehrenden Zahlungen zu überführen“, so Irmak. Unternehmen wie Alteryx und Twilio hätten eine „net expansion rate“ von über 130 Prozent. Sie würden also mit bestehenden Kunden allein 30 Prozent wachsen.

Die beiden Gründer des Fonds kommen selbst aus der Welt der Digitalisierung. Irmak war einige Jahre in leitender Funktion für die DWS tätig, unter anderem als Global Head of Digital Business. Sein Kollege Waldhauser kommt aus der Hightech-Industrie, wo er viele Jahre als Softwareunternehmer tätig war.

Der Digital Leaders Fund hat seit Auflegung, am 15. März 2018, 16,4 Prozent zulegen können, circa zehn Prozent mehr als seine Benchmark, MSCI World® NDR (EUR).

 

The winner is…

Zu den Gewinnern gehören alle drei Fondspartner, da sie von Universal-Investment nominiert wurden. Wie auch im vergangenen Jahr stimmte das Publikum zusätzlich am Ende der Vorträge ab, welcher Fonds besonders überzeugend war. Einen leichten Vorsprung errang der Vortrag von Jetro Siekkinen, Leiter Emerging Market Debt Group bei Aktia Asset Management. Doch es gab noch mehr Gewinner: Unter den Gewinnspielteilnehmern wurden unter juristischer Aufsicht drei Personen ausgelost, die sich am Ende über Fondsanteile ihres Favoriten im Wert von je 500 Euro freuen konnten. Herzlichen Glückwunsch!


Erscheinungsdatum: 19.02.2019

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