Auch in diesem Jahr stieß die UI-ChampionsTour wieder auf große Resonanz. Quelle: Sven Jakobsen

Rückblick UI ChampionsTour 2018

Autor: Yvonne Raßbach

Gebündeltes Fonds-Know-how an einem Tag – darauf freuten sich die Gäste der 7. UI ChampionsTour 2018. Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten den sechs Fondspartnern in Frankfurt am Main, Düsseldorf, München, Stuttgart, Berlin und Hamburg. Zu den vorgestellten Fondspartnern gehörten in diesem Jahr AHP Capital Management, BRW Vermögensmanagement, FPM Frankfurt Performance Management, LANGE ASSETS und CONSULTING, ProfitlichSchmidlin und Petrus Advisers. Die Strategien der Fondmanager haben in der Vergangenheit bewiesen, dass die Fonds in schwierigen Börsenzeiten standhalten können. Auch in diesem Jahr führte der Branchenkenner Jürgen Dumschat, Geschäftsführer AECON Fondsmarketing, durch das Programm.

Frank Rothauge, AHP Capital Management Foto: Sven Jakobsen

Aristoteles: Aktienrenditen zu Mischfondsrisiko

Hinter dem Aristoteles-Konzept steckt der Leitgedanke „Aktien mit weniger Risiko“. Das gesamte Konzept des AHP Aristoteles Fonds UI (DE000A2ARN97) stellte Frank Rothauge, CFA, von  der AHP Capital Management vor.
Der AHP Aristoteles Fonds investiert als Mischfonds mit Aktienfokus (Schwerpunkt Kerneuropa) im Rahmen eines qualitätsorientierten Ansatzes in ein konzentriertes Portfolio aus Aktien von Unternehmen aller Größenklassen (bis zu 100 Prozent des Fondsvermögens). Qualitätsorientiert heißt, dass die Selektion der Unternehmen mit besonderem Blick auf Cashflow-Qualität und anhand eines Cash-Flow-basierten Bewertungsverfahrens erfolgt, mit dem absolute Wertziele ermittelt werden.

Investmentchancen sieht das Aristoteles-Team insbesondere in Veränderungen und Zukunftsprojekten der Managements von Unternehmen. Daher macht das Team mehr als 200 Managementtermine pro Jahr, um Veränderungen zu finden, die zu Chancen für Investoren werden. Bei Bedarf werden die Risiken der Aktienanlage mittels eines dreistufigen Risikokontrollsystems deutlich reduziert. Über drei Stufen werden hierbei qualitätsorientierte Aktienauswahl, Steuerung der Cash-Quote sowie options- und futurebasierte Strategien in einem ausgefeilten Sicherungssystem kombiniert, um das Ziel „Aktienrenditen zu Mischfondsrisiko“ für die Anleger zu erreichen.

Hier finden Sie einen Mitschnitt des Vortrags von AHP Capital Management .

Bastian Bosse, BRW Vermögensmanagement Quelle: Sven Jakobsen

Fehler machen – besser als gedacht!

Anstelle Fehler um jeden Preis vermeiden zu wollen, heißt das Motto der BRW Invest: Gut sein trotz Fehler. Ein anderer Blick auf und ein veränderter Umgang mit Fehlern sowie das Denken in Updates sind der Schlüssel zum Erfolg. Seit Auflage im Jahr 2014 konnte sich der BRW Balanced Return Plus (DE000A1110J4) in nicht immer einfachen Märkten gut behaupten und verzeichnete seither kein einziges Verlustjahr, wie Thomas Ritterbusch, Vorstand BRW, und Bastian Bosse, Leiter Asset Management, berichten.

Das Ziel des global agierenden, ausgewogenen Mischfonds ist es, Werte durch langfristige Beteiligungen an herausragenden Unternehmen zu bilden. Das Fondsmanagement nutzt hierbei ein aktives Zyklusmanagement in den unterschiedlichen Phasen einer Börsenhausse. Zur Absicherung setzt der Fonds hierbei insbesondere im späten, reiferen Verlauf eines Konjunkturzyklus auf eine Derivate-Strategie, die aus S&P 500-Future, Euro-Stoxx-Future und DAX-Future-Shortpositionen besteht. Die Rating-Agentur Asset Standard zeichnete den BRW Balanced Return Plus sowohl auf Ein- und Dreijahressicht mit fünf Sternen aus.

Hier finden Sie einen Mitschnitt des Vortrags von BRW .

Raik Hoffmann, FPM Frankfurt Performance Management Quelle: Sven Jakobsen

Chancen nutzen, Risiken im Blick behalten

„Kontrollierte Offensive – wir spielen nach vorn und nutzen Chancen, haben aber gleichzeitig immer auch die Abwehr und damit die Risiken im Blick“ – mit diesem Satz startete Raik Hoffmann, Vorstand und Portfoliomanager der FPM Frankfurt Performance Management (FPM) seinen Vortrag. Damit beschreibt Hoffmann genau das Ziel des FPM Funds Ladon (LU0232955988) : Kapitalzuwachs bei gleichzeitiger Kontrolle der Risiken zu erzielen. Er zeigte unter anderem auf, welche Basis für Investmententscheidungen dem FPM Funds Ladon zugrunde liegen: die Analyse von Geschäftsmodell, Management und Bewertung eines Unternehmens. Der aktienlastige Fonds mit vermögensverwaltendem Charakter zeichnet sich durch eine aktive Marktrisikosteuerung – fundiert durch ein eigenes Risikomodell –  aus.  Je nach Situation können Opportunitäten in anderen Asset-Klassen wahrgenommen werden.

Der FPM Funds Ladon investiert überwiegend in deutsche und europäische Werte aller Segmente und zielt auf einen möglichst hohen risikoadjustierten Wertzuwachs ab. 2017 erreichte der FPM Funds Ladon eine Performance von circa 33 Prozent. Damit war er im vergangenen Jahr der zweiterfolgreichste aller von Morningstar verglichenen Mischfonds und lag auf Platz eins in der Morningstar-Kategorie „Mischfonds EUR aggressiv“.

Hier finden Sie einen Mitschnitt des Vortrags von FPM Frankfurt Performance Management .

Thomas Lange, LANGE ASSETS und CONSULTING Quelle: Sven Jakobsen

Alternative zur Nullverzinsung

Für den Bodensatz an Liquidität, der nicht ganz kurzfristig verfügbar sein muss, ist der ASSETS Defensive Opportunities UI (DE000A1H72N5) eine Alternative. Thomas Lange, Geschäftsführender Gesellschafter LANGE ASSETS und CONSULTING, präsentierte diesen geldmarktnahen Investmentfonds dem Publikum. Lange steckt sich zum Ziel, eine stetige über dem Geldmarkt liegende Rendite bei sehr geringer Schwankungsbreite zu erreichen. Das Fondsmanagement identifiziert interessante Kurzläufer-Opportunitäten im Rentenbereich mit durchschnittlich guter Bonität. Das Währungsrisiko liegt im Euro. Mit dieser Strategie erreichte der Fonds seit der Auflage 2,3 Prozent per annum (Stand: 05.04.2018).

Hier finden Sie einen Mitschnitt des Vortrags von LANGE ASSETS und CONSULTING .

Marc Profitlich, ProfitlichSchmidlin Quelle: Sven Jakobsen

Aktives Investieren in Aktien und Anleihen

Welche Trends sind langfristig wirklich sicher,und welche Unternehmen könnten nachhaltig profitieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Vorstände Marc Profitlich sowie Nicolas Schmidlin von ProfitlichSchmidlin in ihrem Vortrag. Sie sehen beispielsweise das weltweite Fluggastaufkommen als große Chance, aus der sich in der nächsten Zeit auch für den ProfitlichSchmidlin Fonds UI (DE000A1W9A28) interessante Investmentmöglichkeiten ergeben könnten. Das Konzept des Fonds zielt auf eine möglichst hohe absolute Rendite ab und ist bottom-up-orientiert. Der Mischfonds investiert in Aktien, Anleihen und Derivate mit Schwerpunkt auf Europa. Aktieninvestments folgen einem bewertungsgetriebenem Ansatz, der einen starken Fokus auf den Kompetenzbereich und die Werttreiber legt.

Im Anleihebereich setzten die Fondslenker auf eine dezidierte Analyse der Anleiheprospekte um Sondersituationen zu identifizieren. Eine bei Anleihen geringe Zinssensitivität und Werttreiber bei Aktien reduzieren die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten. Die Anlageentscheidungen erfolgen losgelöst von jedweder Benchmark und ausschließlich über die Abwägung zwischen Einzeltiteln.

Till Hufnagel, Petrus Advisers Quelle: Sven Jakobsen

Konstruktive und aktive Einflussnahme durch mediale Kampagnen

Klaus Umek, CEO und CIO von Petrus Advisers, und Till Hufnagel, Head of Activism, stellten den UI - Petrus Advisers Special Situations Funds UCITS (LU1214676824) vor. Der Fonds ermöglicht es nun institutionellen und privaten Investoren, an der erfolgreichen Strategie des Hedgefonds zu partizipieren, der bisher nur institutionellen Investoren vorbehalten war.

Die Fondsberater legen großen Wert auf eine ausschließlich eigene und unabhängige Unternehmensanalyse, ein striktes Risikomanagement sowie aktives Engagement in den wichtigsten Long Positionen. Der Fonds soll hohe Renditen aus dem Handel mit Long-Short-Positionen in der Region Kontinentaleuropa erzielen. Die Werthebel im Fokus des engagierten Investierens sind zum einen operative Verbesserungspotenziale, zum anderen  Sondersituationen inklusive Beherrschungsverträge und Squeeze-outs. Im Vordergrund stehen hierbei europäische Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von ein bis fünf Milliarden Euro bei ausreichender Liquidität. Ein internationales Team mit sieben Nationalitäten investiert mit Schwerpunkt auf Kerneuropa, das für Petrus Advisers aus der Europäischen Union sowie der Schweiz und Norwegen besteht.

Ein besonderer Fokus liegt hier zusätzlich auf dem deutschsprachigen Raum. Aktivistisches Investieren in Kerneuropa ist bisher noch sehr unterentwickelt, wie Hufnagel berichtete. Gerade einmal 6,7 Prozent der amerikanischen Investoren haben 2017 den Fokus auf die DACH-Region gelegt. Im Vergleich dazu lag der Anteil von US-Investoren mit Zielfokus Europa bei 19,5 Prozent. Hier gibt es noch einen hohen Nachholbedarf, wie Hufnagel weiter ergänzte.

Hier finden Sie einen Mitschnitt des Vortrags von Petrus Advisers . 

Autor: Yvonne Raßbach
Erscheinungsdatum: 22.05.2018