Auch im Gesundheitssektor kann es für Anleger interessant sein, abseits der Herde zu investieren Foto: Dariusz Paciorek Quelle: iStock

Investieren in Gesundheitsaktien abseits der Investorenherde

Autor: Oliver Kämmerer, geschäftsführender Gesellschafter, nova fund management GmbH

Der Gesundheitssektor gilt zu recht für viele Investoren als zukunftsträchtiger Anlagesektor. Viele Anleger übersehen dabei jedoch häufig, dass es im Gesundheitssektor neben den beiden bekannten Subindustrien Pharmazie und Biotechnologie in acht weiteren Sektoren oder Subindustrien attraktive Gesundheitsaktien gibt. Eine Sehschwäche korrigieren beispielsweise Brillengläser von Essilor oder Kontaktlinsen von Cooper, kranke Herzklappen können ersetzt werden durch künstliche von Medtronic oder Edwards Lifesciences und in der Sportmedizin helfen Produkte von Smith & Nephew.

Oliver Kämmerer, Ökonom, geschäftsführender Gesellschafter, nova fund management GmbH

Neue Wege gehen kann sich lohnen

Typische Gesundheitsfonds verpassen durch die starke Fokussierung auf die durchaus spannende Subindustrie Biotechnologie und die etablierte Pharmaindustrie oftmals attraktive Investitionsgelegenheiten in den anderen acht „untypischen“ Subindustrien. Da der Referenzindex typischer Gesundheitsfonds ebenfalls von hochkapitalisierten Pharma- und Biotechnologiewerten dominiert wird, ähnelt die Wertentwicklung solcher Fonds in vielen Fällen dem Referenzindex. Entsprechend haben viele dieser Anlagestrategien meist einen relativ niedrigen „Active Share“ – diese Kennzahl misst den Anteil des Fondsvermögens, der abweichend von der relevanten Benchmark investiert ist. Das ähnliche Investitionsverhalten dieser großen Anzahl von Fonds erinnert an das einer Herde. Die schädliche Konsequenz dieses Herdenverhaltens ist jedoch „Übergrasung“: Da sich alle auf der gleichen Weide tummeln, ist das saftig grüne Alpha fast vollständig abgefressen. Das reduzierte Nahrungsangebot reduziert die Chance auf überdurchschnittliches Wachstum bzw. auf überdurchschnittliche Rendite, um von der Weide in die Welt des Fondsmanagements zurückzukehren.

Der Gesundheitssektor besteht nicht nur aus Pharma und Biotechnologie

Quelle: MSCI/GICS, nova fund management GmbH

Wer als Investor nicht der Herde folgen möchte, muss daher neue Wege gehen, respektive neue Subindustrien erkunden. Diese dadurch mögliche, vollständigere Ausschöpfung des Investmentuniversums abseits der Referenzindizes ermöglicht es, sowohl risiko-affine als auch risiko-averse Anlagekonzepte im Gesundheitsbereich zu entwickeln und umzusetzen. Zusätzlich können auch regionale Investitionskriterien hinzugefügt werden, um Risiken weiter zu reduzieren oder Renditeaussichten zu erhöhen.

Investoren sollten dabei die Vielfältigkeit des Gesundheitssektors beachten, vor allem aber auch für sich nutzen. Das Spektrum reicht von Anbietern von Informationstechnologie, die beispielsweise Krankenhaussoftware entwickeln, über Pharmagroßhändler bis zu Anbietern von Pflegedienstleistungen und Krankenhausbetreibern, um nur einige Bespiele zu nennen.

Über die nova-Investmentstrategie

nova fund management nutzt die Heterogenität des Gesundheitssektors in Kombination mit seinem attraktiven langfristigen Wachstumspotenzial im Fonds nova Steady HealthCare, um neue Wege zu gehen und ein risikoarmes Anlagekonzept abseits der Herde umzusetzen. Der risikoaverse Fonds schlug in den zwölf Monaten seit Auflage am 1. April 2015 seinen Vergleichsindex (MSCI World Health Care) um ca. 3,6 Prozent und dies bei einer um rund drei Prozent geringeren Volatilität.

nova Steady HealthCare I

nova Steady HealthCare P

nova Steady HealthCare Z

Gesundheit schlägt den Gesamtmarkt

Prognosen der OECD zufolge sollen sich die Gesundheitsausgaben bis 2060 gegenüber dem Referenzjahr 2010 mehr als vervierfachen; eine Verdopplung wird bereits bis 2035 erwartet. Dabei wachsen die Gesundheitsausgaben wesentlich schneller als das Bruttoinlandsprodukt. Daher erwarten wir, dass der Gesundheitssektor mittelfristig auch an der Börse schneller wächst als die Börse insgesamt.

Hinzu kommt erfreulicherweise, dass das überdurchschnittliche Wachstum des Gesundheitssektors einhergeht mit einer unterdurchschnittlichen Volatilität und einer sehr geringen Konjunktursensitivität. Denn Gesundheitsprodukte sind unverzichtbar, und werden daher immer gekauft oder verordnet, fast völlig unabhängig davon, ob die Wirtschaft um zwei Prozent wächst oder um zwei Prozent schrumpft. Die geringere Konjunktursensitivität des Sek-tors bedeutet auch weniger Stress für den Anleger.

Diese hochattraktive Kombination aus überdurchschnittlichem, langfristigem Wachstum einerseits und sehr geringer Zyklizität andererseits findet sich so nur im Gesundheitssektor. Gesundheit ist unverzichtbar – für jeden persönlich und als Investitionssektor – entscheidend ist die richtige Mischung. 

Über nova fund management

Die nova fund management GmbH mit Sitz in München ist eine bankenunabhängige Fondsinitiatorin und -beratung mit exklusivem Fokus auf den globalen Healthcare-Sektor. nova fund management konzipiert, initiiert und berät neuartige, originelle und mehrwertgenerierende Finanzprodukte. Das Akronym "nova" (new original value-added) reflektiert diese Ambition. Dr. Andreas Bischof und Oliver Kämmerer, zwei Experten mit jeweils 17 Jahren komplementärer Erfahrung mit Healthcare-Aktien auf der Buy- und Sell-Side, führen das Unternehmen. Der Molekularbiologe Dr. Bischof, zuletzt bei Allianz Global Investors tätig als Investment Manager für eines der weltgrößten Aktienportfolios im Gesundheitsbereich, erzielte dort mit einer risikoaversen Investmentstrategie über Jahre hinweg sehr attraktive Überrenditen. Der Ökonom Oliver Kämmerer leitete zuletzt die europäische Aktienanalyse und die Sektoranalyse Healthcare bei der West LB. In diesen Funktionen war er unter anderem auch für die Alpha-Generierung der Aktienempfehlungen verantwortlich.