„In Inflationszeiten gilt das gelbe Edelmetall als Kaufkraftschutz", so Armin Sabeur, Vorstand von OPTINOVA. Foto: miljko Quelle: iStock

Die Rückkehr der Rohstoffe

Autor: Armin Sabeur, OPTINOVA

„Investitionen in Rohstoffe sind mehr als nur Goldinvestments. Andere Edelmetalle sowie Industriemetalle gehören ebenfalls in jedes diversifizierte Portfolio“, diese Meinung vertritt Armin Sabeur, Vorstand von OPTINOVA. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um in Rohstoffe einzusteigen? Antworten gibt Sabeur in diesem Gastbeitrag. Er zeigt zudem anhand des Fonds „Optinova Metals & Materials“ eine Strategie auf, die Aktien mit Direktinvestments in Rohstoffen (ETCs) kombiniert und damit die Volatilität deutlich verringert. Außerdem erklärt Sabeur, welche Treiber hinter den Rohstoffpreisen stecken und wie die künftigen Perspektiven aussehen.

Armin Sabeur, Vorstand von OPTINOVA Quelle: OPTINOVA

Rohstoffe sind gegenüber Aktien deutlich unterbewertet

Das Verhältnis des Bloomberg Commodity Index zum MSCI World Index lag im Durchschnitt der letzten 30 Jahre bei 0,18. Seit 2017 liegt das Verhältnis bei circa 0,07. Zwar haben sich die Industriemetalle in den letzten Monaten verteuert. Dies hat jedoch an der langfristigen Underperformance gegenüber den Aktienmärkten nichts geändert: Die weltweiten Aktienmärkte (auf Basis des MSCI World) haben sich seit 2011 mehr als verdoppelt. Im gleichen Zeitraum hat der Bloomberg Commodity Index über 30 Prozent verloren.

Angesichts der Entwicklung der letzten acht Jahre an den Rohstoffmärkten und der Unterbewertung gegenüber dem breiten Aktienmarktindex ist es aus unserer antizyklischen Sicht jetzt an der Zeit, in den Rohstoffmarkt zu investieren.

Positives Umfeld für Rohstoffe – globale Nachholeffekte und Inflationssorgen

Für die Realisierung der grünen Umweltagenda werden gigantische Mengen an Industriemetallen benötigt.

Armin Sabeur

Das voraussichtliche Abebben der Covid-19-Pandemie wird erhebliche Nachholeffekte im Konsum und in der Industrieproduktion bewirken. Die Finanzpolitik wirkt entschlossen, gigantische Konjunktur- und Infrastrukturprogramme in die Wege zu leiten. Insbesondere eine grüne Umweltagenda wird in den USA, Europa und China forciert. Für die Realisierung dieser Agenda werden gigantische Mengen an Industriemetallen benötigt. Flankiert wird das Ganze durch eine ultralockere Geldpolitik, die die Zinsen auf einem historisch niedrigen Niveau hält. All das sind Faktoren, die die Nachfrage nach Industriemetallen, Holz und anderen Rohstoffen befeuern. Die damit einhergehende Verschuldung hat bereits Inflationssorgen bei den Marktteilnehmern ausgelöst. Das Haushaltsdefizit der USA ist seit Ausbruch der Krise auf ein historisches Hoch in Höhe von 17 Prozent des BIP gestiegen und beträgt nun etwa 3,5 Billionen US-Dollar. Hier könnte auch wieder der Goldpreis profitieren, denn in Inflationszeiten gilt das gelbe Edelmetall als Kaufkraftschutz. Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass Rohstoffinvestments eine hohe Korrelation zur allgemeinen Preisentwicklung haben. In den 70er Jahren, die auch als Dekade der „Great Inflation“ gelten, hat sich der S&P 500 mit einer Performance in Höhe von 17 Prozent über zehn Jahre kaum verändert. Im selben Zeitraum haben Rohstoffe, abgebildet durch den S&P GSCI Commodity Index, eine Performance in Höhe von 586 Prozent erzielt.

Optinova Metals & Materials: attraktives Rendite-Risiko-Profil

Die Kombination aus Rohstoffaktien und Exchange Traded Commodities sorgt im Optinova Metals & Materials (ISIN DE000A1J3K94) für ein attraktives Rendite-Risiko-Profil: Unternehmen, die in der Rohstoffbearbeitung und -förderung tätig sind, können den Preisdruck relativ leicht weitergeben und somit indirekt von steigenden Rohstoffpreisen profitieren. Außerdem zahlen diese Unternehmen meist eine üppige Dividende, was bei Gold nicht der Fall ist. Kombiniert mit Direktinvestments in Commodities, wie beispielsweise Industriemetalle, aber auch Silber, Platin und Palladium kann ein ausgewogenes Portfolio im Bereich Rohstoffe aufgebaut werden.

Als Value-Investoren achten wir darauf, dass die Rohstoffunternehmen eine gesunde Eigenkapitalquote besitzen. Die Mindestquote beträgt 30 Prozent. Ebenso müssen die Unternehmen regelmäßig Dividenden gezahlt haben. Wir achten auch auf günstige Bewertungen, die wir an verschiedenen Kennzahlen, wie zum Beispiel Kurs-Gewinn- und Kurs-Cashflow-Verhältnis, festmachen. Durch periodisches Rebalancing unterliegen diese Kriterien der ständigen Überprüfung.

Die Kombination aus Rohstoffaktien und ETCs führt unseres Erachtens zu einer besseren Diversifikation und einer deutlich geringeren Volatilität. Dies konnte durch die risikoadjustierte Wertentwicklung des Fonds in den letzten fünf Jahren in der Praxis nachgewiesen werden. 

Autor: Armin Sabeur, OPTINOVA
Erscheinungsdatum: 18.05.2021