Krakau bietet Universal-Investment optimale Voraussetzungen, weiteres Wachstum zu unterstützen. Foto: TTstudio Quelle: iStock

Vier Fragen an Aneta Pilch, Niederlassungsleiterin in Krakau

Autor: Aneta Pilch

Die Marienkirche, das alte jüdische Viertel Kazimierz, das Königsschloss Wawel – Krakau bietet eine Mischung aus Kultur, Freizeitaktivitäten, beeindruckender Architektur und eine kleine, authentische Jazz-Szene. Die Stadt ist darüber hinaus für ihre zahlreichen Hochschulen und ihren wirtschaftlichen Erfolg bekannt. Krakau bietet Universal-Investment somit optimale Voraussetzungen, weiteres Wachstum zu unterstützen. Im Winter 2018 hat das Unternehmen daher eine vollintegrierte Niederlassung in Krakau eröffnet. Die Niederlassungsleiterin Aneta Pilch gibt im Interview mit universal spotlight einen Einblick hinter die Krakauer Bürokulisse und stellt sich vor.

Aneta Pilch, Country Head Poland, Universal-Investment Foto: Manjit Jari Quelle: Universal-Investment

universal spotlight: Frau Pilch, wie unterstützt die Niederlassung Krakau die Standorte Frankfurt am Main und Luxemburg? Welche Rolle spielen Sie in Ihrer Funktion?

Pilch: Die polnischen Kolleginnen und Kollegen ergänzen die Teams in Frankfurt am Main sowie in Luxemburg und helfen auf zweierlei Weise: Erstens unterstützen sie uns darin, das Tagesgeschäft für unsere Kunden zu erledigen. Zweitens sind sie aktiver Teil der Transformation von Universal-Investment. Wie geplant, ist die Fondsadministration das größte Team in Krakau, und die Anzahl der Spezialisten in diesem Bereich wird sicher noch wachsen. Auch Bereiche wie die IT, das Risikomanagement sowie die Rechtsabteilung haben ihre Gruppen in Krakau ausgebaut. Aktuell arbeiten 48 Angestellte in zwölf verschiedenen Abteilungen. Und wir werden noch weitere Arbeitskräfte in Krakau aufbauen, da Universal-Investment in der Rhein-Main-Region nicht genügend Personal finden kann. Arbeitsplatzverlagerungen sind nicht geplant. Die Niederlassung in Polen strebt danach, das Wachstum von Universal-Investment als Ganzes zu unterstützen. In meiner Position als Niederlassungsleiterin bringe ich den Auf- und Ausbau voran und lege Strategien sowie Ziele fest.

Die Niederlassung in Polen strebt danach, das Wachstum von Universal-Investment als Ganzes zu unterstützen.

Aneta Pilch

universal spotlight: Was haben Sie vor Ihrem Einstieg bei Universal-Investment gemacht?

Pilch: Ich arbeitete fünfeinhalb Jahre für UBS als Head of Legal, Compliance and Risk und als Leiterin der Abteilung Service Delivery mit mehr als 900 Angestellten. Davor war ich zwölf Jahre bei HSBC in Chicago und in Krakau tätig. 2007 bin ich nach Krakau gezogen und war dort am Aufbau des HSBC-Büros beteiligt.

universal spotlight: Wie sieht die Zukunft von Polen aus Sicht von Universal-Investment und der Finanzbranche aus?

Pilch: In den vergangenen 15 Jahren war der Sektor für unternehmensbezogene Dienstleistungen der am schnellsten wachsende in Polen. Allein in Krakau arbeiten über 65.000 Menschen in diesem Bereich bei globalen Schlüsselunternehmen wie HSBC, State Street und UBS. Krakau hat solche Unternehmen aufgrund der Verfügbarkeit an Talenten (mehr als 25 Universitäten mit 250.000 Studenten) ebenso angezogen wie aufgrund der Nähe zu größeren europäischen Städten und hochmotivierten Beschäftigten. 95 Prozent der Angestellten in Krakau besitzen mindestens einen Masterabschluss. Sie sind in der Lage, mit ihrer fachlichen Expertise schnell komplexe Aufgaben zu übernehmen. Zukünftig wird die Nachfrage für hochqualifizierte Beschäftigte des Finanzsektors in Polen weiter zunehmen, während gleichzeitig repetitive Tätigkeiten immer weiter automatisiert werden. Mit der Präsenz in Krakau hat Universal-Investment einen großen „Second mover“-Vorteil. Wir können die besten Talente zum Vorstellungsgespräch einladen und ihnen die Chance bieten, in diesem hochspezialisierten Finanzbereich zu arbeiten.

universal spotlight: Was macht Krakau Ihrer Meinung nach so besonders?

Pilch: Die Stadt ist nicht zu klein, aber auch nicht zu groß. Sie bietet eine attraktive Mischung aus Kultur, vielfältigen Freizeitaktivitäten und eindrucksvoller Architektur. Viele Bauwerke sind trotz Millionen von Touristen noch nahezu unentdeckt. In Krakau gibt es gute Restaurants und zusätzlich zum Theater eine kleine, aber besonders authentische Jazz-Szene. Krakau war bis 1596 die Hauptstadt Polens und genießt deshalb auch heute noch das Flair einer königlichen Stadt. 

Autor: Aneta Pilch
Erscheinungsdatum: 02.12.2019