Transition Management – Case Study 3

Interim Management mit internem Transition Management

Schlüsselfakten zur durchgeführten Transition:

  • US-Corporate-Portfolio (Volumen 500 Mio. Euro)
  • Asset-Manager-Austausch
  • Umstrukturierung des Portfolios

Ausgangssituation: Der Investor plante eine Umstrukturierung eines US-Corporate-Portfolios in ein passives US-Aktienportfolio. Auf den ersten Blick erschien die Transition als reguläre Umschichtung von Renten in Aktien mit gleichzeitigem Wechsel der Asset Manager. Auf den zweiten Blick ergaben sich jedoch komplexe Strukturen mit diversen Risikofaktoren, die sich auf beide Portfolios auswirken konnten.

Kritische Punkte, die in der Pre-Trade-Analyse identifiziert wurden:

  • USD: Währungsrisiko
  • Sektorenrisiken einzelner Branchen
  • Unternehmensrisiken
  • Liquidität
  • Einbindung Overlay Management

Die seinerzeitigen Berechnungen des Transition-Management-Teams ergaben, dass eine klassische Umstrukturierung ohne Transition Management mit unkoordiniertem Abverkauf der Renten durch Asset Manager A und Aufbau der Aktien durch Asset Manager B einen Tracking Error von 14,06 % p. a. beziehungsweise 3,7 Mio. Euro über den Transition-Zeitraum zur Folge hätte. Durch die Umsetzung der Transition mit einem Transition Manager konnte der Tracking Error auf 2,79 % p. a. beziehungsweise 0,8 Mio. Euro über den Transition-Zeitraum gesenkt werden.


Das Aktienportfolio ist im Handel liquider als Bonds. Daher wurde das Aktienxposure durch den Einsatz eines S&P-500-Futures bereits zum Start der Transition aufgebaut. Mit dieser Maßnahme konnten Opportunitätsrisiken deutlich reduziert werden. Darüber hinaus wurden Durationsrisiken der Bonds durch den Einsatz von US-Zinsfutures abgesichert.


Es verblieb damit im Wesentlichen noch das Kreditrisiko der Bonds. Während des liquiditätsoptimierten Cash-neutralen Handels der physischen Wertpapiere wurden die Derivate im Gegenzug entsprechend abgebaut. Ein Vorteil, da der Handel zeitlich über den Tag gestreckt werden konnte, um so die Market-Impact-Kosten so gering wie möglich zu halten. Die Risiken wurden über Derivate gesteuert und der Wertpapier-Basket unter Berücksichtigung der Sektoren- und Unternehmensrisiken gehandelt. Sektoren, die im Zielportfolio unter- beziehungsweise übergewichtet sind, wurden vorrangig gehandelt Das Risikoprofil des Zielportfolios wurde so zügig aufgebaut.

Weitere Vorteile:

  • Durch den Einsatz von Transition Management musste die USD-Kasse nicht gegen die Fondswährung Euro konvertiert werden (cross).
  • Der Overlay Manager konnte seine Anpassungen in Absprache mit dem Transition Manager durchführen. Es gab daher kein zeitliches Gap zwischen Handel und dem regulären Anpassungszeitpunkt.

Das Ergebnis: Die prognostizierten Handelskosten konnten gesenkt werden. Die Gesamtkosten (Implementation Shortfall) der gesamten Umstrukturierung beliefen sich auf rund 700.000 Euro und entsprachen damit fast punktgenau den Schätzungen für eine optimierte Umsetzung mit Transition Management. Der Einsatz von Transition Management hat dem Investor eine Kostenreduktion von circa 3 Mio. Euro erbracht.

Welche Umstrukturierung im Portfolio planen Sie? Lassen Sie uns darüber sprechen. 
Wir freuen uns auf den Austausch.