Frankfurt am Main, 23. Juni 2020

Staatsanleihen bleiben sicherer Hafen für Institutionelle

Das Auf und Ab der Weltmärkte ließ Manager von Spezialfonds auch im dritten Monat nach dem Crash an ihren leicht aufgestockten Staatsanleihebeständen festhalten. Wie die Analyse von Universal-Investment, der größten Fondsservice-Plattform im deutschsprachigen Raum deutlich macht, haben Pensionskassen und Versorgungseinrichtungen, sowie Versicherungen, Unternehmen oder kirchliche Träger ihre Allokationen in dieser Asset-Klasse seit März nur wenig verändert.

Das Volumen der Bundesanleihen nahm sogar noch einmal um zwei Prozent leicht zu, während das der US-Treasuries nach einem Anstieg zu Beginn 2020 um sieben Prozent nun gleichblieb, und Schwellenländertitel etwas nachgaben. Spanische Staatsanleihen wurden stärker gekauft, italienische Papiere weniger. Britische Gilts finden sich nur als Beimischung in den Portfolios, ebenso wie griechische Staatsanleihen.

Ende Mai verwaltete Universal-Investment 344 Milliarden Euro in Spezialfonds. Rententitel machten dabei mit 142 Milliarden rund 41 Prozent aus – davon beinahe 39 Milliarden Euro in Staatsanleihen. Das sind etwa elf Prozent der Gesamtanlagen oder 27 Prozent des Rentensegments.  Im Krisenmonat März war das Volumen der Bundesanleihen auf nahe 11 Milliarden Euro oder 29 Prozent der Staatsanleihen angestiegen; Ende Mai lag das Volumen mit 11,1 Milliarden noch etwas höher. Auf Jahressicht sind die Anlagen in Bundesanleihen damit um elf Prozent gewachsen.

Bundesanleihen auch drei Monate nach Ausbruch der Pandemie gefragt

Schwellenländertitel behaupten Platz zwei – mit großen nationalen Unterschieden

Internationale Vielfalt hält: USA und Frankreich stabil. Mehr spanische und weniger italienische Papiere

Staatsanleihen bleiben sicherer Hafen für Institutionelle

In der Summe bilden Papiere aus den 26 Schwellenländern nach dem MSCI Emerging Markets Index immer noch die Nummer zwei bei den Fondsinvestments in Staatsanleihen. Seit dem Rückgang der Volumina durch die Krise haben sie sich aber noch nicht erholt: Ihr Anteil liegt mit 13 Prozent deutlich unter dem vom Jahresanfang. Allerdings wurden die Bestände einzelner Länder wie Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate oder auch Mexiko im April und Mai schon wieder ausgebaut, während etwa die Volumina anderer lateinamerikanischer Staaten wie Argentinien oder Brasilien schrumpften.

Auf Platz drei rangieren US-Treasuries, deren Volumen über die letzten zwei Monaten konstant blieb. Mit 4,5 Milliarden machen sie über zwölf Prozent des Segments aus.

Bernd Obergfell

Head of Communications

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