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„Wir sehen ein großes Problem für die Energiesicherung Europas“

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Autoren: Dr. Joachim Berlenbach, Earth Resource Investments

Erscheinungsdatum: 18. Juli 2022

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Gastanks Die Versorgung mit Öl und Gas ist trotz Energiewende elementar.  Foto: Iurii Garmash Quelle: iStock.com

Mit dem Ukraine-Krieg steht vor allem ein Thema im Mittelpunkt vieler politischer Diskussionen: Wie werden Deutschland und Europa unabhängig von russischem Öl und Gas? Denn beide Rohstoffe sind elementar für die Wirtschaft; und der Bedarf steigt. Also komplett auf erneuerbare Energien umstellen? Rohstoffexperte und Fondsberater Dr. Joachim Berlenbach, Earth Resource Investments, warnt  

davor, fossile Rohstoffe zu verteufeln, und fordert einen Fokus auf die Energiesicherung. 

Daher hat er die Öl- und Gas-Allokation im Earth Exploration Fund UI (ISINs DE000A0J3UF6 (AK R) / DE000A1C2XE1 (AK I)) deutlich erhöht und setzt auch auf erneuerbare Energien im Earth Sustainable Resources Fund (ISINs DE000A2PMW29 (AK R) / DE000A2PMW37 (AK I)).

In einer perfekten Welt wäre die Energiewende schon längst vollzogen. Windräder, Solaranlagen und andere erneuerbare Energien würden den kompletten Strom für die Wirtschaft und private Haushalte produzieren. Öl und Gas wären als Energielieferanten bereits vergessen und nicht mehr nötig. Aber die Welt ist leider nicht perfekt, und die Versorgung mit Öl und Gas ist trotz aller Bemühungen um die Energiewende derzeit möglicherweise wichtiger denn je.

„Der Ukraine-Krieg macht die Energiesicherung zu einem sehr wichtigen Thema für Europa und insbesondere Deutschland, das sehr abhängig vom russischen Öl und Gas ist. Wir sehen tatsächlich ein großes Problem für die Energiesicherung Europas“, sagt der Rohstoffexperte Joachim Berlenbach von Earth Resource Investments und fügt hinzu: „Insofern erleben wir aktuell einen Paradigmenwechsel, weg von der Energiewende und hin zur Energiesicherung. Deswegen müssen wir uns fragen, ob die Ziele der Energiewende im aktuellen Umfeld erreichbar sind. Leider können wir jetzt nicht unmittelbar raus aus Öl und Gas und rein in die erneuerbaren Energien.“

„Woher die Energie kommt, spielt aktuell keine Rolle mehr“

Daraus ergebe sich auch die Frage, ob die geplante Energiewende überhaupt durchführbar sei. „Wenn wir wirtschaftlich überleben wollen und unsere Wohnungen im nächsten Winter heizen wollen, dann müssen wir den Fokus auf die Energiesicherung und nicht auf die Energiewende setzen“, sagt Joachim Berlenbach, der Fondsberater des Earth Exploration Fund UI und des Earth Sustainable Resources Fund ist. Er erklärt: „Aber auch wenn wir die Energiesicherung der Energiewende vorziehen müssen, heißt dies explizit nicht, dass wir mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien aufhören sollten. Im Gegenteil! Wir müssen unbedingt weiter Windräder und Solaranlagen bauen, denn in den kommenden Jahren wird der Energiebedarf weiter steigen und die fossilen Brennstoffe reichen auf die Dauer nicht für die globale Energieversorgung. Deswegen müssen wir alle verfügbaren Energiequellen nutzen und die erneuerbaren Energien ausbauen. Die Sicherung der Energieversorgung wird längerfristig auch ohne russisches Öl- und Gas-Embargo eng.“

Die Problematik wird dadurch hervorgehoben, dass wir mittlerweile nicht mehr danach fragen, woher die Energie kommt, die wir nutzen. Der Schrei nach Flüssiggas ist beispielsweise derzeit sehr groß, auch in Deutschland werden jetzt LNG-Terminals gebaut. „Aber woher kommt denn das Gas für diese Terminals? Zum großen Teil aus der US-Fracking-Industrie, die noch vor wenigen Jahren verteufelt wurde. Es scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen, woher die Energie kommt. Hauptsache nicht aus Russland und Hauptsache die Preise gehen nicht massiv in die Höhe“, kritisiert Joachim Berlenbach.

Der wirtschaftliche Standort Deutschland könnte in ernsthafte Gefahr kommen.
Dr. Joachim Berlenbach, Earth Resource Investments / Foto: Rolf Schmidli, Atelier Schlossberg
Foto: Rolf Schmidli (Atelier Schlossberg)

Folgen eines Embargos

Aktuell kommen global noch immer über 80 Prozent der benötigten Energie aus fossilen Rohstoffen wie Öl, Gas und Kohle. Was passiert, wenn diese Rohstoffe knapp werden, zeigte sich an den Zapfsäulen der Republik, als der Spritpreis teilweise deutlich über zwei Euro pro Liter stieg. Aber die größten Abnehmer sind eben nicht die privaten Verbraucher an den Tanksäulen, sondern die Industrie. BASF ist beispielsweise einer der größten Gasabnehmer in Deutschland. „Das Unternehmen hat bereits angekündigt, dass wenn es einen Engpass beim Gas gibt, es nicht mehr produzieren kann. Insofern ist die Lieferung von Gas ein wichtiges Element für die Energiesicherung der Industrie. Von vielen wurde noch immer nicht erkannt, wie abhängig wir und unsere Wirtschaft von der Energieversorgung sind. Und das ist nicht alleine ein deutsches Problem, sondern ein globales“, sagt Joachim Berlenbach, der große Zweifel daran hat, dass die Klimaziele wirklich erreicht werden können.

Und was wären die Folgen eines kompletten Embargos von russischem Öl und Gas? „Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass wir im nächsten Winter frieren werden, die Benzinpreise durch die Decke gehen und wir beunruhigende negative Effekte auf die Industrie beobachten werden. Der wirtschaftliche Standort Deutschland könnte in ernsthafte Gefahr kommen“, sagt Joachim Berlenbach.

Im Umkehrschluss heißt das aus Portfolioperspektive, dass Öl und Gas äußerst gefragt sind und aus strukturellen Gründen auch gefragt bleiben. Das spiegelt sich auch in den von Earth Resource Investments beratenen Fonds wider. Joachim Berlenbach sagt: „Der Earth Exploration Fund UI ist momentan im Öl- und Gasbereich mit rund 42 Prozent (Stand: 30. Juni 2022) des Gesamtportfolios hoch gewichtet. Eine neutrale Gewichtung läge bei einem Drittel des Portfolios. Zu Beginn der Corona-Pandemie lag die Positionierung im Ölbereich bei unter zehn Prozent. Im vergangenen Jahr wurde mit steigender Öl- und Energienachfrage die Allokation sukzessive erhöht. Aufgrund dessen und der laufenden Performance ist eine aktuelle Positionierung von über 40 Prozent erzielt worden.“ 

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