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Erhöhte Volatilitäten bleiben uns mittelfristig erhalten

Autoren: Steffen Kern, Axel Gauß, CCPM

Erscheinungsdatum: 25. November 2020

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  • Publikumsfonds
  • Institutionelle Investoren
"Wir sind der Meinung, dass Volatilitätsinvestments zurzeit äußerst attraktiv sind." Quelle: CCPM

Ein volatiler Markt ist ein Umfeld, in dem sich die Portfolio Manager Steffen Kern und Axel Gauß von CCPM besonders wohlfühlen. Gemeinsam mit dem elfköpfigen Team steuern die Optionsexperten das Liquid-Alternative-Flaggschiff ATHENA UI, das seit mittlerweile zwölf Jahren am Markt ist und dessen Strategie aktuell mit knapp 800 Millionen Euro in Publikums- und Spezialfonds umgesetzt wird. Im Interview erklären sie, warum Marktschwankungen in ihrer Strategie die ausschlaggebenden Renditetreiber sind. Zudem geben sie einen Ausblick auf die Asset-Klasse Volatilität.

Für unseren Fonds sind Marktschwankungen die ausschlaggebenden Renditetreiber.
Steffen Kern, Portfolio Manager CCPM
Quelle: CCPM

ChampionsNews: Im ersten Quartal kam die Corona-Krise, im Anschluss folgte eine Kursrallye mit neuen Höchstständen. Sie konnten in beiden Phasen profitieren und können dadurch 2020 das beste Ergebnis seit Auflage anpeilen. Woran liegt das genau?

Steffen Kern: 2020 war für uns herausfordernd und spannend zugleich wie lange nicht mehr. Der ATHENA UI (ISIN DE000A0Q2SF3 AK I)) arbeitet mit einem Relative-Volatility-Ansatz. Das bedeutet, dass wir generell nicht von steigender oder fallender Volatilität abhängig sind. Für unseren Fonds sind Marktschwankungen die ausschlaggebenden Renditetreiber. Wir kaufen und verkaufen Aktienmarktvolatilität simultan und kreieren damit einen profitablen Korridor, unter dem aktuellen Marktlevel. Fällt der Markt in diesen Bereich, profitiert der Fonds. Den so abgesteckten Korridor flexibel anpassen zu können, ist in diesem Jahr der Schlüssel zum Erfolg. 

ChampionsNews: Was bedeuten Anpassungen des Korridors? Wie können sich Anleger das typische Portfolio vorstellen?

Axel Gauß: Das Portfolio besteht aus gekauften Put-Optionen, nahe am aktuellen Marktlevel, und verkauften Put-Optionen, weit unterhalb des Marktes. Da wir mit einem systematischen Investmentprozess stufenweise vorgehen und das Level der Positionen auf Sicht von zwei bis vier Wochen festlegen, können wir das Portfolio und entsprechend den Korridor kontinuierlich an ein sich veränderndes Marktniveau anpassen. Auch im Falle starker Aktienmarktkorrekturen wie im vergangenen März, hilft diese Flexibilität, unser Ziel, bei schwankenden Aktienmärkten positive Ergebnisse zu liefern, einzuhalten.

 

Auch ein allgemein positiver Markttrend zeigt immer wieder Rücksetzer.
Axel Gauß, Portfolio Manager, CCPM
Quelle: CCPM

ChampionsNews: Das Ziel, in schwankenden Aktienmarktphasen positive Performance zu generieren, haben Sie in der Vergangenheit erreicht. Wie sieht es aus, wenn die Aktienmärkte die deutlich überwiegende Zeit steigen? Denn das ist historisch belegt.

Gauß: Auch ein allgemein positiver Markttrend zeigt immer wieder Rücksetzer. Durch die kurzfristige Ausrichtung genügen sie, um – wie im zweiten und dritten Quartal 2020 – zu profitieren. Lediglich langfristig kontinuierlich steigende Aufwärtsbewegungen ohne jede Schwankung führen zu Verlusten. Der ATHENA UI legt den Fokus auf die volatilen Phasen, etwa 20 Prozent der Zeit, die einen positiven Performance-Beitrag leisten. Dafür haben uns die Investoren allokiert.

ChampionsNews: Was erwarten Sie nach diesem turbulenten Jahr für die kommenden Monate, insbesondere im Hinblick auf die Asset-Klasse Volatilität?

Kern: Wir sind der Meinung, dass Volatilitätsinvestments zurzeit äußerst attraktiv sind. Wir sehen bereits seit 2018 ein erhöhtes Schwankungsverhalten in den großen Aktienindizes und wiederkehrende Phasen erhöhter Volatilität. Allein das vierte Quartal 2018, aber auch das bisherige Jahr 2020, zeigen das deutlich veränderte Volatilitäts- und Risikoprämienumfeld im Vergleich zu früheren Jahren. Neben der anhaltend erhöhten Unsicherheit, wie stark sich die Corona-Pandemie mittelfristig auf die Realwirtschaft auswirken wird und wie die globale Geld- und Fiskalpolitik weiterhin ausgerichtet sein wird, bergen auch die anstehenden politischen Events (US-Wahl, Brexit) kurzfristig erhöhtes Schwankungspotenzial. Solange diese Fragen nicht final beantwortet sind, wird es immer wieder Phasen erhöhter Marktschwankungen geben. Ein Umfeld, in dem wir uns wohlfühlen.

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