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Mit Hilfe von Outsourcing die eigene Unabhängigkeit stärken
Erscheinungsdatum:
21. April 2026
Die R.I. Vermögensbetreuung AG hat Grund zum Feiern – und das gleich zweifach: In diesem Jahr wird die RIV dreißig Jahre alt, und passend zum Firmenjubiläum übersteigt das verwaltete Kundenvermögen erstmals die Schwelle von 500 Millionen Euro.
Im Interview sprechen Peter Ulrik Kessel, Vorstand, und Alexander Romanski, Prokurist der R.I. Vermögensbetreuung AG, darüber, was die RIV im Kern ausmacht und wie sie die Zusammenarbeit mit Universal Investment im Tagesgeschäft erleben.
Nichts ist so beständig wie der Wandel – und in den letzten 30 Jahren hat sich viel gewandelt. Ist die R.I. Vermögensbetreuung noch das Unternehmen, das 1996 gegründet wurde?
Peter Ulrik Kessel: Ja und nein. Rainer Imhof hat die RIV mit dem Ziel gegründet, Anlegern eine langfristig rentable und liquide Kapitalanlage zu ermöglichen, die unabhängig ist und keinen Konzern- oder Vertriebsvorgaben folgt. Diesem Ziel sind wir bis heute verpflichtet. Wir verstehen uns – damals wie heute – als Vermögensverwalter, daran hat sich nichts geändert. Aber wir bieten unseren Kunden die Vermögensverwaltung in einer anderen Form oder besser in einer erweiterten Form an.
Was kam denn hinzu?
Alexander Romanski: In ihrer Gründungsphase verwaltete die RIV ausschließlich Wertpapieranlagen in Form von Einzeltiteln. 2008 zeichnete sich ab, dass durch die Einführung der Abgeltungssteuer künftig Fonds im Vergleich zu einzelnen Wertpapieren steuerlich bevorteilt werden. Daraufhin haben wir reagiert und den RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds aufgelegt. Darin setzen wir die bereits bestehende Strategie der Vermögensverwaltung eins zu eins um – und ermöglichen es gleichzeitig unseren Kunden, steuerliche Vorteile zu nutzen.
Was kam denn hinzu?
Alexander Romanski: In ihrer Gründungsphase verwaltete die RIV ausschließlich Wertpapieranlagen in Form von Einzeltiteln. 2008 zeichnete sich ab, dass durch die Einführung der Abgeltungssteuer künftig Fonds im Vergleich zu einzelnen Wertpapieren steuerlich bevorteilt werden. Daraufhin haben wir reagiert und den RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds aufgelegt. Darin setzen wir die bereits bestehende Strategie der Vermögensverwaltung eins zu eins um – und ermöglichen es gleichzeitig unseren Kunden, steuerliche Vorteile zu nutzen.
Peter Ulrik Kessel
Peter Ulrik Kessel: Heute ist die kollektive Vermögensverwaltung im Fondsmantel der Schwerpunkt unserer Arbeit, die individuelle Vermögensverwaltung gibt es aber weiterhin. Unser Investmentansatz mit seinem Fokus auf Aktien und Anleihen, seiner breiten globalen Diversifizierung und seinem völligen Verzicht auf Finanzderivate steckt nach wie vor in allen unseren Anlagelösungen drin.
Mittlerweile kamen mit dem RIV Aktieninvest Global und dem RIV Zusatzversorgung zwei weitere Fonds hinzu. Alle haben Sie gemeinsam mit Universal Investment aufgelegt – und dann 2015 doch eine eigene KVG gegründet. Warum?
Peter Ulrik Kessel: Wir wollen unsere Unabhängigkeit stärken. Das ist und war uns schon immer sehr wichtig. Und nur als Kapitalverwaltungsgesellschaft haben wir die Gesamtverantwortung für alle drei RIV-Fonds – und können durch deren rechtliche Stellung weitgehend frei von externen Einflussnahmen agieren.
Mittlerweile kamen mit dem RIV Aktieninvest Global und dem RIV Zusatzversorgung zwei weitere Fonds hinzu. Alle haben Sie gemeinsam mit Universal Investment aufgelegt – und dann 2015 doch eine eigene KVG gegründet. Warum?
Peter Ulrik Kessel: Wir wollen unsere Unabhängigkeit stärken. Das ist und war uns schon immer sehr wichtig. Und nur als Kapitalverwaltungsgesellschaft haben wir die Gesamtverantwortung für alle drei RIV-Fonds – und können durch deren rechtliche Stellung weitgehend frei von externen Einflussnahmen agieren.
Trotzdem haben Sie große Teile Ihrer Wertschöpfungskette an Universal Investment ausgelagert.
Alexander Romanski
Alexander Romanski: Ja, natürlich. Warum auch nicht. Die Zusammenarbeit mit Universal Investment hat von Beginn an reibungslos funktioniert. Und vor allem stärkt auch das Outsourcing unsere Unabhängigkeit.
Wenn wir Teile des Tagesgeschäfts an Universal Investment auslagern, können wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Wir können eigenes Research betreiben, eigene Fundamentalanalysen durchführen und den Fokus auf unsere eigene Investmententscheidungen in unserem Team legen. Das ist das, womit wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen.
Was haben Sie denn an uns ausgelagert?
Alexander Romanski: Alles, was man unter der Überschrift Fondsadministration zusammenfassen kann, also die Fondsbuchhaltung, die Berechnung, Veröffentlichung und Verbreitung der Fondspreise samt Abstimmung mit der Verwahrstelle. Darüber hinaus führt Universal Investment für uns zusätzliche Risikokontrollen durch.
Wenn wir Teile des Tagesgeschäfts an Universal Investment auslagern, können wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Wir können eigenes Research betreiben, eigene Fundamentalanalysen durchführen und den Fokus auf unsere eigene Investmententscheidungen in unserem Team legen. Das ist das, womit wir für unsere Kunden einen Mehrwert schaffen.
Was haben Sie denn an uns ausgelagert?
Alexander Romanski: Alles, was man unter der Überschrift Fondsadministration zusammenfassen kann, also die Fondsbuchhaltung, die Berechnung, Veröffentlichung und Verbreitung der Fondspreise samt Abstimmung mit der Verwahrstelle. Darüber hinaus führt Universal Investment für uns zusätzliche Risikokontrollen durch.
Peter Ulrik Kessel: Trotz Outsourcing betrachten wir die Zusammenarbeit mit Universal Investment als Kooperation. Bei der Abstimmung mit der Verwahrstelle sind wir insofern beteiligt, als wir eine eigene Fondsbuchhaltung mit eigenen Kursquellen haben, mitrechnen und bei Bedarf eingreifen. Auch bei der Risikokontrolle arbeiten wir Hand in Hand mit Universal Investment zusammen. Universal Investment führt für uns zusätzliche Risikokontrollen durch und validiert unsere eigenen Risikokontrollen. Das machen wir nicht, weil wir Universal Investment nicht trauen, sondern weil uns dieser Bereich sehr wichtig ist und wir das durch eine weitere, zusätzliche unabhängige Kontrolle zeigen wollen.
Rechnet sich das Outsourcing für Sie?
Alexander Romanski: Wir sind in der Entwicklung unseres Unternehmens nah an einem Punkt, wo wir selbst einen Mitarbeiter für die Fondsbuchhaltung einstellen und ein eigenes Fondsbuchhaltungssystem implementieren bzw. nutzen könnten. Das käme uns vermutlich etwas günstiger. Aber wir betrachten die Zusammenarbeit nicht nur monetär. Wir schätzen Universal Investment insbesondere auch als Sparring-Partner – etwa beim Thema Regulierung, ganz aktuell bei der Einführung von Liquiditätsmanagement-Tools im Rahmen des Fondsrisikobegrenzungsgesetzes. Darüber hinaus sehen wir in der Leistungsfähigkeit samt Größe und Professionalität von Universal Investment sowie in der geographischen Distanz einen zusätzlichen Zugewinn an Resilienz für unser Unternehmen.
Gibt es neben dem Research und dem Fondsmanagement weitere Bereiche, die Sie selbst bearbeiten?
Peter Ulrik Kessel: Wir kümmern uns etwa um den Vertrieb – und setzen ausschließlich auf Direktvertrieb. Da wir keine Ausgabeaufschläge oder Bestandsprovision zahlen, sind wir für Finanzintermediäre wie Maklerpools nicht interessant. Aber so wir können wir unsere Fonds günstiger anbieten als Wettbewerber. Wenn wir den Vertrieb selbst machen, können wir außerdem Komplexität reduzieren, ein Thema, das uns in allen Bereichen ebenso umtreibt wie Unabhängigkeit. Dadurch nehmen wir vielleicht ein etwas moderateres Wachstum in Kauf, was aber qualitativ hochwertig und nachhaltig ist. Damit können wir gut leben, denn so sind wir sicher, dass unsere Strukturen dem Geschäft angemessen sind und wir unsere Anleger immer in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen können.
Rechnet sich das Outsourcing für Sie?
Alexander Romanski: Wir sind in der Entwicklung unseres Unternehmens nah an einem Punkt, wo wir selbst einen Mitarbeiter für die Fondsbuchhaltung einstellen und ein eigenes Fondsbuchhaltungssystem implementieren bzw. nutzen könnten. Das käme uns vermutlich etwas günstiger. Aber wir betrachten die Zusammenarbeit nicht nur monetär. Wir schätzen Universal Investment insbesondere auch als Sparring-Partner – etwa beim Thema Regulierung, ganz aktuell bei der Einführung von Liquiditätsmanagement-Tools im Rahmen des Fondsrisikobegrenzungsgesetzes. Darüber hinaus sehen wir in der Leistungsfähigkeit samt Größe und Professionalität von Universal Investment sowie in der geographischen Distanz einen zusätzlichen Zugewinn an Resilienz für unser Unternehmen.
Gibt es neben dem Research und dem Fondsmanagement weitere Bereiche, die Sie selbst bearbeiten?
Peter Ulrik Kessel: Wir kümmern uns etwa um den Vertrieb – und setzen ausschließlich auf Direktvertrieb. Da wir keine Ausgabeaufschläge oder Bestandsprovision zahlen, sind wir für Finanzintermediäre wie Maklerpools nicht interessant. Aber so wir können wir unsere Fonds günstiger anbieten als Wettbewerber. Wenn wir den Vertrieb selbst machen, können wir außerdem Komplexität reduzieren, ein Thema, das uns in allen Bereichen ebenso umtreibt wie Unabhängigkeit. Dadurch nehmen wir vielleicht ein etwas moderateres Wachstum in Kauf, was aber qualitativ hochwertig und nachhaltig ist. Damit können wir gut leben, denn so sind wir sicher, dass unsere Strukturen dem Geschäft angemessen sind und wir unsere Anleger immer in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen können.