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UI Enlyte: Zukunft?
Hat schon begonnen!

Autoren: Daniel Andemeskel, Khai Uy Pham, UI Enlyte

Erscheinungsdatum: 20. Juni 2022

  • Digital Assets
  • Unternehmen
  • Institutionelle Investoren
  • Publikumsfonds
UI Enlyte Foto: natalie_mis Quelle: Adobestock

Kryptowährungen, ICOs, STOs, Dienstleistungen auf der Blockchain – die Digitalisierung stellt die Welt der Vermögensverwaltung auf den Kopf. Universal Investment hat früh reagiert und mit UI Enlyte eine auf der Blockchain-Technologie basierende Investmentplattform ins Leben gerufen. Davon profitieren institutionelle Investoren und Fondsinitiatoren bereits heute.

Die Köpfe hinter UI Enlyte

Entwickelt wurde die Plattform UI Enlyte von den beiden Blockchain-Pionieren Daniel Andemeskel und Khai Uy Pham. Beide verfügen über viele Jahre Erfahrung im Investmentmanagement und bei der Implementierung von Blockchain, KI und maschinellem Lernen und schlagen damit eine Brücke zwischen Investmentgeschäft und digitalen Technologien. Das Team hat darüber hinaus eine nachgewiesene Erfolgsbilanz beim Aufbau von Start-ups sowie ein umfangreiches Netzwerk.

Daniel AndemeskelDaniel Andemeskel, Head of Innovation Management der Universal Investment Gruppe und CEO & Co-Founder von UI Enlyte
Khai Uy PhamKhai Uy Pham, CTO & Co-Founder von UI Enlyte

Es war der Startschuss für eine neue Ära, als Steve Jobs am 9. Januar 2007 in San Francisco das erste iPhone vorstellte: Touchscreen statt Tastatur mit Stift, intuitiv bedienbar, tolle Features. „Wir werden das Telefon neu erfinden“, erklärte Jobs damals. Und er behielt recht. Heute trägt fast jeder ein Smartphone in der Tasche, bei dem Telefonieren nur noch eine von vielen Funktionen ist. Genau diese Dynamik zur Änderung eines gesamten Paradigmas wird jetzt der Blockchain zugesprochen – oder sogar eine noch größere. „Die Blockchain hat immenses Veränderungspotenzial und dürfte die Welt und die Finanzindustrie revolutionieren, wie es das Internet in den 1990er-Jahren getan hat“, erklärt Daniel Andemeskel, Head of Innovation Management der Universal Investment Gruppe und CEO & Co-Founder von UI Enlyte.

Schon jetzt krempelt die Digitalisierung inklusive Blockchain die Welt der Vermögensverwaltung auf der Anlage- und Dienstleistungsseite kräftig um. Auch auf regulatorischer Ebene hat sich einiges getan. In Deutschland sind im Sommer 2021 gleich zwei Gesetze mit Regelungen zu diesem Thema in Kraft getreten: das Fondsstandortgesetz und das Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren (siehe Infobox). „Digital Assets1 sind mit diesen Gesetzen und der Zulassung tokenisierter Fondsanteile in die regulierte Welt integriert worden“, bemerkt Andemeskel.

Neue Wege: Digital Assets

Emission, Handel und Verwaltung von Digital Assets – auch in der Universal Investment Gruppe ist das längst angekommen. Denn um die Kunden in die Blockchain-Welt zu begleiten und die traditionelle Welt der regulierten Fonds mit der neuen Welt der Digital Assets in Einklang zu bringen, hat Universal Investment im Dezember 2020 UI Enlyte gegründet. Die Gesellschaft bietet eine eigens entwickelte, modular aufgebaute und auf der Blockchain-Technologie basierende Investmentplattform an. Das heißt: Alle Hauptphasen des Anlageprozesses werden digital auf einer einzigen Plattform abgebildet, vom einfachen und sicheren Onboarding über die Emission und den Kauf und Verkauf tokenbasierter Strukturen und deren Administration bis hin zum Reporting. „Damit bieten wir unseren Kunden eine ganzheitliche White-Label-Lösung und ersparen ihnen den langwierigen Aufbau eigener Kapazitäten“, erläutert Andemeskel.

Nach den jüngsten regulatorischen Entwicklungen befasst sich UI Enlyte nunmehr mit fünf Produktdimensionen: Neu hinzugekommen sind die Anlage in Kryptoassets in Fonds nach § 284 KAGB und die Tokenisierung von Fondsanteilen für OGAWs (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren) und AIFs (Alternative Investmentfonds). „Wir ermöglichen, dass offene inländische Spezial-AIFs mit festen Anlagebedingungen bis zu 20 Prozent in Kryptoassets investieren können, gemäß den investmentrechtlichen Standards von heute“, erklärt Katja Müller, Chief Customer Officer von Universal Investment. Zielgruppe für die Produktdimensionen von UI Enlyte sind sowohl institutionelle Investoren als auch Fondsinitiatoren (und Asset Manager).

Die drei weiteren Produktdimensionen von UI Enlyte (siehe Schaubild) sind Security Token Offerings (STOs), eine Kryptoverwahrlösung (für den Direktbestand) und die Auflage von digitalen Fonds. Im STO-Bereich laufen bereits erste Projekte, in der Kryptoverwahrung sind erste Kunden angebunden. „Nur die komplett digitalen Fonds sind zum jetzigen Zeitpunkt noch Zukunftsmusik“, bemerkt Andemeskel. UI Enlyte beschäftigt sich selbstverständlich bereits mit der Umsetzung, um startklar zu sein und rein digitale Fonds aufzulegen, sobald es der regulatorische Rahmen erlaubt. UI Enlyte als unabhängige White-Label-Plattform steht dabei nicht allein, sondern ist eingebunden in ein ganzes Ökosystem mit verlässlichen und etablierten Partnern: Auf der einen Seite steht die gesamte Universal Investment Gruppe mit den Bereichen Strukturierung, Vertrieb, Marketing etc., auf der anderen Seite befinden sich die Geschäftspartner, Verwahrstellen, Banken.

Produktdimesionen von UI Enlyte

Perspektivisch: Investments in Weinberge, Teeplantagen und Fußballklubs

Für Kunden von Universal Investment hat das laut Müller vielerlei Vorteile: „Etwa eröffnen sich institutionelle Investoren über tokenisierte Assets neue Diversifikationsmöglichkeiten, auch über die Anlage in Assets, die aus verschiedenen Gründen bislang noch gar nicht investierbar sind.“ Im Bereich Alternative Investments helfen digitale Wertpapiere, die Mindestanlagesumme zu senken und die Handelbarkeit zu verbessern. „Erste Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien sind weit fortgeschritten“, berichtet Andemeskel. Perspektivisch seien auch Beteiligungen an Weinbergen, Teeplantagen oder Fußballklubs denkbar. Fondsinitiatoren können sich neue Kundengruppen erschließen: kryptoaffine junge Menschen etwa oder interessierte Privatanleger, die in bislang Profis vorbehaltenen Assets investieren könnten. Zu den neuen Anlage- und Diversifikationsmöglichkeiten kommen eine höhere Effizienz und Geschwindigkeit von Transaktionen hinzu. „Beispielsweise kann der Prozess zur Identifizierung und Überprüfung von Neukunden (KYC) beschleunigt werden“, erläutert Khai Uy Pham, CTO & Co-Founder von UI Enlyte. Auch neue Vertriebswege eröffnen sich. Ein weiteres Plus: Blockchain-Transaktionen sind nicht mehr veränderbar, das schafft Sicherheit. „UI Enlyte bietet ein Sicherheits-Setup nach institutionellen Maßstäben, mit State-of-the-Art-GRC-Standards“, erklärt Pham.

Kunden können auf hohe Servicequalität vertrauen

Ziel ist es in jedem Fall, Kunden einen sicheren und regulierungskonformen Zugang zu Digital Assets anzubieten. „Wir werden konsequent alle Teile der Dienstleistungskette dahin gehend anpassen, damit sie auch für Digital Assets funktionieren“, fasst es Pham zusammen. Dabei stellen sich auch immer neue Fragen, etwa welche Schnittstellen hergestellt werden müssen, um digitale Instrumente abzubilden. Oder wie es mit der Verwahrung / Verwahrstelle aussieht, wenn Kryptowerte im Rahmen des § 284 KAGB investierbare Vermögensgegenstände sind. Es kommen auch Fragen auf, die heute noch nicht umfassend beantwortet werden können, etwa zur genauen Besteuerung von Kryptoassets. Trotz einiger Ansatzpunkte bezüglich der steuerlichen Behandlung im Einkommensteuergesetz (EStG) – noch sind nicht alle Details geregelt. Laut Andemeskel ist es daher besonders wichtig, eng mit Behörden, aber auch Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten. „Uns kommt zugute, dass wir uns früh mit all diesen Themen beschäftigt sowie Know-how und technische Infrastruktur in UI Enlyte gebündelt haben“, erklärt Andemeskel. „UI Enlyte ist die logische Fortführung der Erfolgsgeschichte von Universal Investment in die nächste Dimension.“

UI Enlyte auf Blockchain-Technologie basierende End-to-End-Investmentplattform

Was sind Digital Assets?

1Bei Digital Assets geht es nicht nur um Kryptowährungen, sondern um ganz unterschiedliche Vermögenswerte, die auf der Blockchain abgebildet werden. Hier die wichtigsten:

  • Kryptowährungen: digitale Währungen mit dezentralen Systemen und sicheren, kryptografischen Zahlungsmethoden. Beispiele: Bitcoin, Ethereum oder Solana
  • „Stable Coins“, also an bestehende Währungen gekoppelte digitale Währungen. Beispiel: der an den US-Dollar gebundene Tether
  • Tokenisierte Aktien und Beteiligungen an privaten Unternehmen (Equity)
  • Tokenisierte Anleihen (Debt / STO)
  • Hybride Formen wie tokenisierte Wandelanleihen
  • Non-Fungible Tokens (nFts), also nicht ersetzbare, digital geschützte Objekte. Die Technik wird etwa genutzt, um computergenerierte Kunstwerke als Einzelstücke zu kennzeichnen.

Regulierung auf deutscher und europäischer Ebene

Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG):

Das Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren vom 3. Juni 2021 sieht als Kernstück die Öffnung des deutschen Rechts für elektronische Wertpapiere vor. Die bisher geltende zwingend vorgeschriebene urkundliche Verkörperung von Wertpapieren wurde damit aufgegeben.

Fondsstandortgesetz (FoStoG):

Das Gesetz vom 3. Juni 2021 ermöglicht es inländischen Spezialfonds mit festen Anlagebedingungen, bis zu 20 Prozent der von ihnen verwalteten Mittel in Kryptoassets anzulegen.

Markets in Crypto-Assets (MiCA):

Regulierung jeder digitalen Darstellung von Werten oder Rechten auf EU-Ebene mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie. Initiiert 2018, Umsetzung bis 2024.

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