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Value oder Growth? Die Qualität zählt

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Autoren: Jean David Meloche, Montrusco Bolton, Kurt Kara, Maj Invest

Erscheinungsdatum: 20. Juni 2022

  • Publikumsfonds
  • Institutionelle Investoren
Jean David Meloche und Kurt Kara V. l. n. r.: Jean David Meloche, Montrusco Bolton Investments; Foto: Image Salon und Kurt Kara, Maj Invest; Foto: Maj Invest

Setzt sich die Growth Outperformance fort? Oder feiern Value-Titel im laufenden Jahr ihr Comeback? Diese Frage diskutiert Oliver Fischer, Head of Fund Distribution bei Universal Investment, mit Kurt Kara von der dänischen Value-Fondsboutique Maj Invest und Jean David Meloche vom Growth-Spezialisten Montrusco Bolton Investments. Außerdem sprechen beide Portfolio Manager über die Gefahr einer anhaltenden Inflation, darüber, warum Qualität zentral ist und wieso beide trotz aller Unterschiede in Meta investieren.


Oliver FischerOliver Fischer, Head of Fund Distribution, Universal Investment                 Foto: Alex Habermehl, Quelle: Universal Investment

Herr Kara, bitte erklären Sie zu Beginn Ihren Investmentansatz.

Kurt Kara: Wir sind Value-Investoren. Das ist das Rückgrat unseres Investmentansatzes. Grundsätzlich sind wir vorsichtig und wollen einen Kapitalverlust vermeiden. Worüber wir uns hingegen keine Gedanken machen, ist die Volatilität. In unseren Augen ist Volatilität kein Risiko. Risiken sind nach unserem Verständnis ein permanenter Verlust und ein ungünstig aufgestelltes Portfolio durch schlecht selektierte Aktien. Deswegen ist es für den Maj Invest Funds – Maj Invest Global Value Equities (ISIN LU1321539576 (AK I EUR)) zentral, Erfolg versprechende Unternehmen, basierend auf guten Fundamentaldaten, auszuwählen. Wir sind reine Stock-Picker mit einem Bottom-up-Blick. Obwohl wir Value-Investoren sind, geht es nicht nur darum, möglichst günstig zu kaufen. Wir müssen auch eine entsprechende Qualität für unser Investment erhalten, denn ohne entsprechende Qualität droht ein Kapitalverlust.

Montrusco Bolton hingegen ist eine kanadische Fondsboutique, die Growth-Titel fokussiert. Dabei gibt es gewisse Überschneidungen bei den Investments. Wie kommt es dazu, Herr Meloche?

Jean David Meloche: Das stimmt. Wir haben in unserem UI I – Montrusco Bolton Global Equity Fund (ISIN LU2361251064 (AK EUR IX A)) ein sehr konzentriertes Portfolio mit rund 35 Titeln, die nach einem fundamentalen Ansatz mit ausgeprägter Wachstumsorientierung ausgewählt werden. Für uns steht ebenfalls die Qualität der Unternehmen im Vordergrund. Insofern gibt es hier einige Gemeinsamkeiten in der Investmentphilosophie.

Viele Jahre gab es in der Investmentwelt eher einen Fokus auf Wachstum anstatt auf Fundamentaldaten der Unternehmen. Schätzen Sie diesen Umstand problematisch ein?

Kurt Kara: Ja, das ist problematisch. Man könnte sagen, dass nicht mehr auf das Pferd gewettet wird, sondern auf die Farbe des Jockey-Outfits, den Zustand der Rennbahn oder auch das Wetter. Es wird immer weniger über die Unternehmen und ihre Kennzahlen gesprochen. Die Fundamentaldaten der Unternehmen werden immer unwichtiger.


Der Markt muss insgesamt wieder rationaler werden.
Kurt Kara
Wir erzielen durch die Einzeltitelselektion unsere Performance  und nicht durch die Faktor-Allokation.
Jean David Meloche

Aufgrund dieser Entwicklung haben Growth-Titel in der vergangenen Dekade eine Outperformance gegenüber Value-Aktien erzielt. Wird sich das fortsetzen?

Jean David Meloche: Die Outperformance von Growth-Titeln ist zweifelsfrei durch die anhaltend hohe Inflation und die anstehenden Zinssteigerungen unter Druck geraten. Die Unternehmen, in die wir investieren, haben in diesem Umfeld hingegen ihre Outperformance fortgesetzt. Das liegt an den robusten Geschäftsmodellen sowie den hohen Qualitätsstandards der selektierten Unternehmen – und dafür zahlen wir dann auch gerne eine Prämie. Allerdings definieren wir Unternehmen nicht nach Kriterien wie Growth, Value oder Quality. Wir erzielen durch die Einzeltitelselektion unsere Performance und nicht durch die Faktor-Allokation! Den Mehrwert für unsere Kunden erzielen wir mit einem strikten und klar definierten Investmentprozess, der auf Business-Risiken und Marktpsychologie fokussiert und dadurch starke, aber vom Markt falsch eingeschätzte Geschäftsmodelle ausfindig macht. Die Qualität der Unternehmen ist elementar – egal, ob es jetzt sogenannte Value- oder Growth-Titel sind. Deswegen können aktive Asset Manager wie Maj Invest oder auch Montrusco Bolton im aktuellen Marktumfeld nur profitieren.

Kurt Kara: Definitiv! Der Markt muss insgesamt wieder rationaler werden. Diese neue Rationalität sollte unterbewertete Value-Titel weiter antreiben. Dabei könnte der stärkere Blick auf die Fundamentaldaten tatsächlich positiv für uns Stock-Picker sein. In gewisser Hinsicht sind wir beide Growth-Investoren. Mit dem Unterschied, dass Jean David das Wachstum in der Zukunft sucht und ich mehr die Gegenwart fokussiere. Aber für uns beide sind die fundamentalen Kennzahlen der Unternehmen elementar. Wie verrückt der Markt ist, zeigt die Apple-Aktie, die derzeit fast fünf Prozent des MSCI World ausmacht, ganz Japan hingegen nur sechs Prozent.


Wichtig ist im aktuellen Umfeld daher, welche Qualität das Unternehmen vorweist.
Jean David Meloche
Für uns beide sind die fundamentalen Kennzahlen der Unternehmen elementar.
Kurt Kara

Aber die Marktsituation hat sich in den vergangenen Jahren auch stark verändert. Es gab quasi keine Zinsen mehr. Das ist doch ein positives Umfeld für Growth, oder?

Jean David Meloche: Das denke ich nicht – zumindest nicht im derzeitigen Umfeld. Denn aktuell haben wir zwar noch niedrige Zinsen, aber auch eine hohe Inflation. Deswegen erwarten nicht nur wir, aufgrund der anhaltend hohen Inflation weltweit, steigende Zinsen. Wichtig ist im aktuellen Umfeld daher, welche Qualität das Unternehmen vorweist und insbesondere, ob das Unternehmen eine Preissetzungsmacht hat.

Kurt Kara: Absolut! Wenn man als Unternehmen keine Preissetzungsmacht hat, dann wird es in den kommenden Jahren schwierig. Auch wir gehen von einer anhaltend hohen Inflation und steigenden Zinsen aus. Denn ohne Inflation gibt es keinen Weg aus der weltweit hohen Verschuldung. Und genau vor dieser Inflation will ich unsere Portfolios durch qualitativ hochwertige Aktien schützen.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Allokation der Meta-Aktie, die Anfang des Jahres stark eingebrochen ist. Wieso ist die Aktie interessant?

Jean David Meloche: Wir sehen durchaus viel Wachstumspotenzial bei Meta – allem voran bei den Werbeeinnahmen. Meta ist insgesamt, über seine verschiedenen Kanäle hinweg, sehr gut positioniert und erreicht enorm viele Menschen. Zudem ist das Potenzial durch das Meta-Universum nicht annähernd eingepreist.

Kurt Kara: Dem kann ich komplett zustimmen. Vor allem das Thema Meta-Universum wird ein großer Treiber der Zukunft und ein echter Gamechanger. Und genau dieser Wachstumspfad ist überhaupt noch nicht richtig eingepreist. Deswegen ist Meta für uns ein hochqualitatives Unternehmen, das bis dato verhältnismäßig günstig bewertet ist.

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