Eine detaillierte Überwachung der Portfoliorisiken ist entscheidend. Foto: Pitcher / Fotolia

Universal-Investment erschließt neue Dimension im Reporting

Autor: Carsten Steimer

Die zunehmende Regulierung stellt höhere Anforderungen an das Fondsreporting, außerdem wollen Investoren Risiken immer früher erkennen und vermeiden. Neben der Performance-Analyse rückt die quantitative und qualitative Überwachung von Portfoliorisiken in den Mittelpunkt. Universal-Investment erweitert deshalb sein PowerPortal um das Werkzeug „RisikoAnalyse+“: Damit sind Risikoauswertungen mit Ex-ante-Kennzahlen ebenso möglich wie Untersuchungen der Risikobeiträge einzelner Asset-Klassen, Positionen und Marktfaktoren sowie individuelle Stresstests und detaillierte Szenarioanalysen. Das Fondsreporting erreicht damit eine neue Stufe, die weit über Dokumentation hinausgeht.

Carsten Steimer, Produktmanagement Reporting & Web Solutions Foto: Universal-Investment

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Reporting im Bewusstsein von Investoren ein Schattendasein führte. Asset Manager erstellten zu bestimmten Stichtagen Auswertungen für die von ihnen betreuten Fonds und präsentierten ihren Kunden die Ergebnisse auf halbjährlichen oder jährlichen Sitzungen. Zwischen diesen Sitzungen hatten Anleger nicht viele Möglichkeiten, sich genauer über ihre Kapitalanlagen zu informieren. Diese Zeiten sind vorbei.

Regulierungsdruck erhöht Reportinganforderungen

Ein Grund ist die zunehmende Regulierung. Geänderte Kapitalanforderungen an Versicherer (Solvency II), die neuen Eigenkapitalrichtlinien für Banken (Basel III) und die EU-Derivateverordnung (EMIR) sind nur die Spitze des Eisbergs. Weitere Eckpfeiler der gesetzlichen Reportingwelt sind Auswertungen zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Finanzinstitute (MaRisk) und die sich in Abstimmung befindliche Delegierte Verordnung zur Liquidity Coverage Ratio (LCR).

„Ein Beispiel für die steigenden Reportinganforderungen ist die Durchschau auf einzelne Positionen von Publikumsfonds“, sagt Carsten Steimer, Abteilungsleiter Produktmanagement Reporting & Web Solutions bei Universal-Investment. Für Versicherer führen die Solvency-II-Reportinganforderungen, vor allem die Ermittlung des Solvency Capital Requirement (SCR), zu einem deutlich gestiegenen Datenaustausch in Bezug auf Fondspositions- und zugehörigen Stammdaten sowie einer Fülle von Kennzahlen pro Position. In der Bankenwelt sorgen die durch die Kapitaladäquanzrichtlinie CRD IV und die CRR-Verordnung umgesetzten Basel-III-Regeln für eine konsistentere Umsetzung der Fondsdurchschau aus der Großkreditverordnung in der Eurozone. Eine Durchschau auf Einzelpositionen muss erfolgen, wenn sowohl der von der Bank gehaltene Fondsanteil als auch eine einzelne Position des Fonds (etwa ein Zielfonds oder eine Verbriefung) jeweils größer als 0,25 Prozent der Eigenmittel der Bank sind.

„Auf den ersten Blick erscheint die Abbildung von Fondspositionsdaten im Reporting als einfache Übung“, sagt Carsten Steimer. „Viele glauben, man brauche dafür nur eine Datenschnittstelle.“ Die praktische Umsetzung ist allerdings schwieriger. Ein international einheitliches Datenformat existiert trotz großer Anstrengungen auf Fondsverbandsebene noch nicht. Auch die eindeutige Identifikation von OTC-Derivaten bei den diversen Fondsbuchhaltungs-Plattformen ist eine Herausforderung, und Differenzen bei der Bewertung von Wertpapierpositionen durch die Verwendung unterschiedlicher Kursquellen erschweren die Umsetzung der konsolidierten Zielfondsdurchschau. Eine qualifizierte Master-KVG wie Universal-Investment kann aber durch die Implementierung eines stringenten Data-Governance-Prozesses die Datenkonsistenz für den Investor sicherstellen. Wir bieten über unser PowerPortal zudem eine Vielzahl regulatorischer Reportingauswertungen:

  • Handelsgesetzbuch (HGB) und International Financial Reporting Standards (IFRS)
  • Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) / Solvency II Quantitative Reporting Templates (QRT)
  • Großkredit- und Millionenkreditverordnung (GroMiKV), Solvabilität, EK-Abzug, Basel-II-Stresstest, Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
  • Capital Requirement Directive (CRD IV) und Capital RequirementRegulation (CRR), Credit Value Adjustments

Beim Kundenreporting können Master-KVGs mit zusätzlichen, individuellen Dienstleistungen echten Mehrwert für ihre Kunden generieren.

Carsten Steimer ,
Produktmanager Reporting & Web Solutions, Universal-Investment

So wichtig es ist: Beim regulatorischen Reporting können sich Asset Manager und Master-Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGs) nicht wesentlich von ihren Wettbewerbern unterscheiden, denn die Branchenstandards sind von jedem Anbieter einzuhalten. Mehr Differenzierungsmöglichkeiten gibt es beim individuellen Kundenreporting und bei der detaillierten Performance- und Risikoanalyse. In diesen Bereichen können Master-KVGs mit zusätzlichen, individuellen Dienstleistungen echten Mehrwert für ihre Kunden generieren.

Beim Kundenreporting etwa gibt es heute mehr und unterschiedlichere Empfänger als früher, mit entsprechend divergierenden Anforderungen. Das Risikomanagement braucht andere Informationen als die Mitglieder des Anlageausschusses, ein Versicherer fragt nach anderen Auskünften als eine Stiftung. Zudem werden die Reports häufiger abgefragt, weshalb sie aktueller sein müssen als noch vor wenigen Jahren. „Viele Kunden verlangen die tägliche, automatische Zustellung individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittener Informationen über verschiedenste Zugangswege – einschließlich mobiler Kommunikationsgeräte wie Smartphones und Tablets“, sagt Carsten Steimer. Universal-Investment trägt diesen Anforderungen innerhalb seines Power-Portals schon seit längerem Rechnung. „Im MasterReporting Klassische Berichte stehen über 100 Standardberichte zur direkten Verwendung bereit“, erklärt Carsten Steimer: „Der Kunde kann Abonnements definieren und nur das berichten, was wirklich benötigt wird:Von AAS-Unterlagen über Factsheets bis zu Ultimoberichten.“ Im Bereich MasterReporting Sofortanalysen gibt es zudem Ad-hoc-Auswertungen zu Allokationen mit Drilldown, Anleihenfälligkeitsstrukturen, Performance und Ertrags- und Aufwandsrechnung.

PerformanceAnalyse+: mehr Informationen für höhere Erträge

Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Asset Manager, auf die Investoren heute setzen, ist es wichtig, deren Performance korrekt und unabhängig festzustellen, die Performance-Treiber genau zu identifizieren und zu erkennen, welche aktiven Investmententscheidungen zu einer Out- oder Underperformance führen. Eine Performance-Analyse ist allerdings ein kompliziertes Unterfangen. „Vergleicht man nur die Performance eines Fonds mit der eines Index, weiß man zwar, dass es einen Unterschied gibt und wie hoch er ist, aber nicht, woher er stammt“, erläutert Carsten Steimer. „Die Master-KVG kann die nötigen Informationen konsolidieren – angesichts der vielen Asset-Klassen und Einzelwerte, die ein Portfolio heute enthält, eine komplexe Aufgabe.“ Dabei kommt es darauf an, den Investmentprozess korrekt abzubilden und die Ergebnisse für den Anleger transparent und einfach aufzubereiten.

Universal-Investment hält dafür seit 2012 im PowerPortal die PerformanceAnalyse+ bereit. Sie gibt Anlegern neben einem detaillierten Einblick in die Wertentwicklung ihres Portfolios auch eine unabhängige Entscheidungsgrundlage zur Bewertung ihrer Asset Manager, mit der sie gut informiert in jede Anlageausschusssitzung gehen können. Die Performance-Analyse+ enthält vier Bestandteile zur Performance-Analyse:

  • Performance Contribution: Welchen Anteil haben Asset-Klassen, Länder, Sektoren oder Wertpapiere an der Portfolio-Performance?
  • Fixed Income Contribution: Welchen Einfluss hatten Zinsentwicklung und Bonitätsveränderungen auf die Wertentwicklung, welcher Teil stammt aus Kupons?
  • Performance Attribution: Welche Entscheidungen des Asset Managers bei Allokation und Titelauswahl haben zu Out- oder Underperformance geführt?
  • Fixed Income Attribution: War die aktive Durationssteuerung erfolgreich?