Quelle: Universal-Investment

Transition Management: Umstrukturierungen optimal und kontrolliert meistern

Autor: Katja Müller, Victor Bemmann

Die Aufgabe von Transition Management ist es, Portfolios durch kritische Umstrukturierungsphasen zu begleiten, um so deren Rentabilität auf lange Sicht zu gewährleisten.

Katja Müller, Chief Customer Officer, Universal-Investment Foto: Manjit Jari Quelle: Universal-Investment
Victor Bemmann, Member of the Board, Head of Portfolio Management, Universal-Investment Foto: Manjit Jari Quelle: Universal-Investment

Dieser Artikel richtet sich an professio­nelle und semi-professionelle Investoren.

Der im Angelsächsischen geprägte Prozess wird auch im deutschsprachigen Raum erfolgreich umgesetzt. Motiviert werden Umstrukturierungsphasen beispielsweise durch regulatorische Vorgaben und sich ändernde Risikoprofile der Anleger, oder sie resultieren aus angepassten Kapitalmarktannahmen. Besonderer Umstrukturierungsbedarf erwächst aus ausgeprägten Krisen, die häufig Änderungen oder die Wiederherstellung des Gleichgewichts der Asset-Allokation nach sich ziehen.

Wo Umstrukturierungen in einem Portfolio nötig sind, entsteht allerdings häufig ein Vakuum an wirksamer Risikokontrolle, das zu deutlichen Renditeeinbußen führen kann. Zum Beispiel wenn ein Asset-Manager-Wechsel ohne professionelles Transition Management durchgeführt wird. Gewöhnlich wird hier dem künftigen Asset Manager eine Performancepause gewährt, in der sich Risiken und Kosten unkontrolliert entwickeln können.

Typische Situationen dafür sind:

- Kündigung eines Asset Managers oder Beraters mit oder ohne Folgemanager

- Wechsel des Asset Managers in einem oder mehreren Segmenten

- Neuauflage eines Segments bzw. Neuaufbau eines Portfolios mit Cash oder aus bestehenden Assets

- Liquidation eines Fonds oder Segments

- Allokationsveränderungen innerhalb eines Masterfonds oder zwischen unterschiedlichen Masterfonds

- Erwägung einer neuen Strategischen Asset-Allokation (SAA) durch den Investor

Bei jedem grundlegenden Eingriff in die SAA oder beim Wechsel beauftragter Asset Manager für einzelne Asset Klassen oder Anlagesegmente kommt es zu einer Übergangsphase vom bestehenden Portfolio (A) zum Portfolio der neuen gewünschten Struktur (B). Sofern die Umstrukturierung unkoordiniert erfolgt, können die Risikosteuerung des Portfolios sowie die Performance während der Transition-Phase eingeschränkt sein und ertragsmindernde Kosten entstehen.

Nur rund 20 Prozent der gesamten Umstrukturierungskosten entfallen dabei durchschnittlich auf explizit ausgewiesene Kosten, wie zum Beispiel Broker Fee und Finanztransaktionssteuer. 80 Prozent der Kosten entfallen auf implizite Kosten, die für den Investor schwierig nachzuvollziehen sind. Zum Beispiel Spread- und Market-Impact-Kosten, die mit ihrer jeweiligen Ausprägung ermittelt und in Beziehung zu Opportunitätskosten gesetzt werden. Opportunitätskosten entstehen aus der Performancedifferenz zwischen Portfolio A und Portfolio B während der Transition-Phase. Professionelles Transition Management kommt hier zum Einsatz und hilft, Transparenz zu sichern, Kontrolle zu jedem Zeitpunkt des Übergangsprozesses zu behalten und Gesamtkosten selbst unter Berücksichtigung der Transition Manager Fee um bis zu 60 Prozent zu minimieren.

Optimierung: Zeit versus Kosten

Die Betrachtung der Kosten in Abhängigkeit von der Zeit ist im Transition-Management-Prozess für die Kostenminimierung entscheidend. Je länger es dauert, bis eine Marktexponierung im Sinne des neuen Portfolios implementiert ist, desto höher können die Opportunitätskosten steigen. Ein zu schnelles Agieren dagegen würde eine Sicht auf eventuell steigende implizite Kosten vernachlässigen, wie zum Beispiel Market-Impact-Kosten, die gerade in weniger liquiden Märkten durch die eigenen Transaktionen anfallen können.

Jede Umsetzungsstrategie für eine Transition strebt daher immer nach einer Optimierung in Abhängigkeit von Zeit und Kosten (Abbildung 1.2).

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Quelle: Portfolio Management Universal-Investment-Luxembourg S.A., Niederlassung Frankfurt am Main

Transition Performance: Transparenz sichern, Kontrolle behalten, Kosten minimieren

Mit der Berechnung des Implementation Shortfalls ist die Leistung des Transition Managements in der Transition-Phase jederzeit für den Investor transparent und dokumentiert. Der Implementation Shortfall fasst alle expliziten und impliziten Kosten zusammen, die mit der Umstrukturierung verbunden sind. Mithilfe des Implementation Shortfalls wird die Performance des Zielportfolios (B) mit der des vorhandenen Portfolios während der Transition- Phase verglichen. Dabei wird unterstellt, dass das Zielportfolio (B) am Abend vor Beginn der Transition zu den Tagesschlusskursen und ohne Transaktionskosten gebildet wurde. Mit dem Einsatz von Hedging-, Crossing- und Overlay-Techniken optimiert der Transition Manager Kosten und Risiken der Umstrukturierung und reduziert somit die Performancedifferenz (Abbildung 1.3).

Transition Management: Möglichst früh, möglichst umfassend

Zwei Erfolgsfaktoren sind deshalb für eine Umstrukturierung wesentlich:
1. Frühzeitig Experten für professionelles Transition Management hinzuzuziehen, denn nur so lassen sich Risiken so weit wie möglich vermeiden und Effizienzpotenziale umfassend ausschöpfen.
2. Einen Leistungspartner auszuwählen, der über Expertise, langjährige Erfahrung sowie beste

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Quelle: Portfolio Management Universal-Investment-Luxembourg S.A., Niederlassung Frankfurt am Main
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Quelle: Portfolio Management Universal-Investment-Luxembourg S.A., Niederlassung Frankfurt am Main

Schnittstellen (Master-KVG) verfügt und in der Lage ist, die Transition von Anfang bis Ende zu begleiten.

Generell hängen Art und Umfang der eingesetzten Transition-Lösung immer von spezifischen Anforderungen des institutionellen Investors und dem entsprechenden Portfolio ab. Modulare Leistungsbausteine sind nicht nur prädestiniert für Transition Management, sondern können zielgerichtet nach der Komplexität des jeweiligen Transition-Projekts (zum Beispiel Anzahl der Asset-Klassen, involvierte Anlageinstrumente, betroffene Währungen, Liquidität, Handelsbesonderheiten, regulatorische Erfordernisse) orchestriert werden und sind damit den Anforderungen entsprechend skalierbar. Sollte Bedarf bestehen, werden weitere, externe Spezialisten für Transition Management ausgewählt und hinzugezogen. Das gesamte Transition Management wird aber in jedem Fall von den Experten der Universal-Investment von Anfang bis Ende verantwortlich kontrolliert und begleitet (Abbildung 1.4).

Universal-Investment verfügt über mehr als 15 Jahre Know-how im Bereich Transition Management. 275 erfolgreich begleitete Transitions mit einem Transition-Volumen von rund 95 Mrd. Euro (Stand: Februar 2020) zeigen das Vertrauen, das Investoren Universal-Investment entgegenbringen. 

Dieser Beitrag als PDF zum Download

Die vollständige Studie steht Ihnen zum Download auf der Website von Kommalpha zur Verfügung

Autor: Katja Müller, Victor Bemmann
Erscheinungsdatum: 13.08.2020