Case Study zum Merck Finck Stiftungsfonds UI

Bei der im Jahr 1870 gegründeten Privatbank Merck Finck steht der respektvolle Umgang mit Kunden und deren Werten schon immer im Mittelpunkt. Nachhaltiges Investieren gehört dazu. Für das Traditionshaus ein Grund mehr, an einer Case Study zum ESG-Reporting (Environmental, Social and Governance) von Universal-Investment teilzunehmen, um damit einen Einblick in die ESG-Eigenschaften ihrer Anlagen zu gewähren. Die Bereitschaft zur Transparenz wird in Zukunft ein selbstverständlich erwartetes Muss sein – sowohl von Investoren, die immer stärker auf die Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen achten, als auch von Regulatoren. Die Europäische Union arbeitet bereits daran, die Darstellung von Kapitalanlagen auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien zu vereinheitlichen und einen adäquaten Vergleichsmaßstab aufzubauen.

„Die Case Study bietet uns interessante Möglichkeiten, die Nachhaltigkeit unserer Portfolios noch detaillierter zu analysieren“, sagt Marc Decker, Leiter Asset Management von Merck Finck. ESG-Auswertungen seien eine sehr gute Ergänzung zu finanziellen Reportings und eine wichtige Hilfe bei der nachhaltigen Ausrichtung von Portfolios, resümiert Decker. Der Merck Finck Stiftungsfonds UI  ist der „älteste“ Stiftungsfonds Deutschlands und seit 2012 mit dem Transparenzbericht von Rödl & Partner  ausgestattet.

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Abbildung: ESG-Reporting Portfolio-Übersicht – Merck Finck Stiftungsfonds UI (November 2018) MSCI® ist eine eingetragene Marke von MSCI Inc.

Der Gesamt-ESG-Quality-Score* des Merck Finck Stiftungsfonds UI zeigt einen Score von 7,1 bei einer Abdeckung der Fondseinzelpositionen von 88 Prozent des Fondsvolumens. Damit liegt der Fonds insgesamt im oberen Drittel der von 0 bis 10 genormten Skala. Für die einzelnen Portfolio-Scores bezüglich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ergibt sich ein nahezu durchgängiges Scoring von 5,6.

Die Grafik ESG Rating Distribution zeigt auf einen Blick, wie das Portfolio insgesamt geratet ist. Dabei wird das numerische Scoring auf ein Buchstaben-Rating (AAA – CCC – non rated) angepasst, wie es aus der Bonitätsprüfung bekannt ist. Für den Merck Finck Stiftungsfonds UI bedeutet dies, dass 64 Prozent der Anlagen mit AAA, AA und A geratet sind. In der Grafik ESG Rating Momentum weist der Merck Finck Stiftungsfonds UI dabei insgesamt einen Ausblick auf ein stabiles Rating auf.

Das Business Involvement Screening erlaubt eine Analyse nach potenziellen Ausschlusskriterien für Unternehmen, die Umsätze in sogenannten Kontroversen, wie beispielsweise Alkohol, Tabak, Waffen, Glückspiel, Gentechnik oder globale Sanktionen, erzielen. Die ESG-Kontroversen zeigen die Anteile der börsengehandelten Unternehmen und Anleihe-Emittenten, die mutmaßliche Verstöße und vermeintliche Handlungen entgegen international anerkannten Gesetzesnormen und Vorschriften begehen und damit einen negativen ESG-Einfluss ausüben. Diese Normen reichen von Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz bis hin zu Korruptionsbekämpfung. Die Farbskala unterscheidet die Schwere der Kontroversen. Grün steht für keine Kontroversen, Gelb steht für schwache Verwicklung, Orange deutet auf moderate bis starke Verstöße hin und Rot signalisiert sehr schwere Verstöße in einem oder mehreren ESG-Feldern.

Der Merck Finck Stiftungsfonds UI zeigt zum ausgewählten Stichtag für 69 Prozent des Portfoliovolumens keine oder nur schwache ESG-Kontroversen.

Zu berücksichtigen ist, dass MSCI ESG Research verschieden weit gefasste Kontroversen in das Reporting einfließen lässt, zum Beispiel Sanktionen aus Sicht der USA und Sanktionen aus Sicht der Vereinten Nationen. Das Portfoliomanagement des Merck Finck Stiftungsfonds UI hat sich entschieden, das gesamte Portfolio bezüglich globaler Sanktionen ausschließlich an den Kriterien der Vereinten Nationen auszurichten. So ist auch der Wert von 14 Prozent in der Grafik Business Involvement Screening ResearchPortfolio Exposure zu interpretieren.

Die tabellarische Darstellung bildet die fünf größten im Merck Finck Stiftungsfonds UI gehaltenen Positionen (largest holdings in the portfolio) mit dem entsprechenden ESG-Scoring sowie Art und Ausmaß der Kontroversen ab. Von den fünf größten Positionen im Portfolio weisen drei keine Kontroversen (no involvement) für den Merck Finck Stiftungsfonds UI aus.

Das ESG-Reporting ermöglicht den Blick auf die einzelnen Themenfelder in unterschiedlichen Hierarchiestufen. Daher erlauben Auswertungen zur Rating-Verteilung nach Industriesektoren, die Scoring-Allokation für Unternehmen nach den einzelnen ESG-Kriterien, wie Klimawandel oder Abfallerzeugung, Bildungschancen, Gesundheitsschutz oder Vergütungsstrukturen, sowie eine Übersicht zu den Portfoliopositionen mit den niedrigsten und höchsten ESG-Ratings einen tiefen Einblick in die ESG-Portfoliostruktur.

Mit einem ESG-Reporting kann das Nachhaltigkeitsniveau von Kapitalanlagen transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden. Die Auswertungen sind zudem ein gutes Werkzeug, um ESG-Schwachstellen im Portfolio zu identifizieren. Wird das Portfolio „grüner“, hat das viele Vorteile: Ökologische, soziale oder auf die Unternehmensführung bezogene Risiken werden verringert.

* Das ESG-Reporting von Universal-Investment basiert auf dem Datenhaushalt von MSCI ESG Research. Der Gesamt-ESG-Quality-Score beschreibt den relativen, an die Branche und den Wettbewerb angepassten Score des Portfolios. Dieses Scoring ermöglicht einen neutralen Vergleich von unterschiedlichen Portfolios.