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Fondsstandort Irland – attraktiv durch Schnelligkeit und Transparenz

Autoren: Keith Milne, Universal Investment Ireland

Erscheinungsdatum: 20. Juni 2022

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Dublin Universal Investment ist auf dem irischen Markt seit Jahr 2021 präsent. Foto: Gabriel Ramos Quelle: Unsplash

Mit einer eigenen Gesellschaft ist Universal Investment in Deutschland und Luxemburg sowie nun auch an einem dritten großen Fondsstandort in Europa vertreten. Über 1.000 Manager weltweit sind in Irland aktiv und 17 der Top 20 der globalen Asset Manager setzen auf dort ansässige Fonds. Die Tendenz ist steigend. Da stellt sich die Frage: Was macht Irland so anziehend?

Irische Fonds finden Anleger in 90 Ländern und Euronext Dublin ist die weltweit führende Börse für die Notierung von Investmentfonds. Irland dürfte in den vergangenen Jahren einer der am schnellsten wachsenden Fondsstandorte in Europa gewesen sein. Das Vermögen der in Irland domizilierten Fonds ist seit Ende 2015 um beeindruckende 109 Prozent gestiegen und belief sich Ende November 2021 auf rund 4 Billionen Euro. Deshalb ist Katja Müller, Chief Customer Officer und Managing Director von Universal Investment, von der Attraktivität des Standortes überzeugt: „Universal Investment ist einer der wenigen Anbieter, der sowohl als Fondsadministrator als auch als Management Company an den drei größten Fonds-Hubs in Europa auftritt. Unsere Kunden und Geschäftspartner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universal Investment Gruppe werden davon langfristig profitieren. Das Segment des Third-Party-ManCo-Geschäfts wächst stark. Wir erwarten, dass der Fondsmarkt in Irland nach dem Brexit wichtiger wird. So bieten wir jetzt auch in Dublin sowohl Asset Managern als auch Institutionellen Anlegern unsere Dienstleistungen rund um die Strukturierung, die Auflage und Administration sowie das Risk Management für alle Asset-Klassen als Qualitätsanbieter an.“

Was macht Irland aber zu einem so interessanten Standort für Investments und die damit verbundenen Dienstleistungen?

Irland präsentiert sich Investoren als Tor zur EU und zur Welt. Hilfreich ist dabei sicher, dass Irland nach dem Brexit in der EU das einzige Land mit Englisch als Muttersprache ist und zudem über umfangreiche finanzielle und kulturelle Verbindungen zu den USA verfügt. Die Auswirkungen des Brexits brachten Irland seit 2018 bereits eine große Anzahl neuer Fonds und die Neuzulassung von fast 120 Unternehmen.

Vor allem hat sich Irland den Ruf erworben, anpassungsfähig zu sein, dabei aber ausreichend Schutz für Anleger zu gewährleisten. Eine starke regulatorische Grundlage ist in der Fondsindustrie durchaus erwünscht, aber die Anforderungen sollten klar und übersichtlich sein. Die Iren reagieren schnell auf Änderungen – insbesondere von EU- oder nationalen Regelwerken – und erweisen sich als effiziente Problemlöser. Das Investitionsumfeld ist gut reguliert, aber transparent, sodass innovative Unternehmenskulturen nicht entmutigt und Markt- und Produktentwicklungen nicht erschwert werden. Der irischen Zentralbank als Regulierungsbehörde wird nachgesagt, mit Umsicht und Dialogbereitschaft zu handeln und Ermessensspielräume vernünftig zu nutzen. Mit einem neuen Gesetz zu Investment Limited Partnerships (ILP) Ende 2020 ist Irland nun auch für Investitionen in Bereichen wie Private Equity, nachhaltige Investitionen und geschlossene alternative Fonds, die häufig Partnerschaftsstrukturen nutzen, gerüstet.

30 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Fonds, ein gefestigtes Rechtssystem und die Einbindung in internationale Strukturen bieten Investoren Stabilität. Irland ist Mitglied der EU, Eurozone, OECD, der Anti-Geldwäsche-Institution FATF und der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO).

Das irische Steuersystem gilt als verständlich und sicher. Irland unterhält Steuerabkommen mit mehr als 90 Ländern. Dort ansässige Fonds sind auf Fondsebene von der Körperschaftssteuer befreit. Nichtiren unterliegen keinen irischen Steuern auf Gewinne aus dem Investment und es werden grundsätzlich keine Vermögens-, Transfer- oder Kapitalsteuern auf die Ausgabe, den Transfer oder die Rücknahme von Anteilen eines nicht in Irland ansässigen Anlegers erhoben. Ausnahmen gelten jedoch bei Fonds mit Beteiligungen an irischen Immobilien oder Vermögenswerten mit Immobilienbezug.


Keith MilneKeith Milne, CEO Universal Investment Ireland / Foto: Universal Investment Ireland

Universal Investment ist auf dem irischen Markt seit der Übernahme von Metzler Ireland im Jahr 2021 präsent. Keith Milne, der seine vorherige Rolle als CEO bei Universal Investment Ireland weiterführt, sieht Parallelen zwischen der irischen Einheit und der Universal Investment Gruppe und blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir sind durch unseren Pioniergeist verbunden. Metzler Ireland war in den 1990er-Jahren eine der ersten ManCos in Irland und Universal Investment wiederum einer der Pioniere der Fondsbranche in Deutschland und Luxemburg. Mit der Kombination aus unserem erfahrenen Team vor Ort und der leistungsstarken Universal Investment Plattform sind wir gut aufgestellt, um Investmentmanagern, die irische Fonds auflegen wollen, einen erstklassigen Service zu bieten.“

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